Bild folgtKI-generierte IllustrationHieracium picroides
Auch bekannt als: Hieracium picroides
7
Arten
interagieren
9
Interaktionen
dokumentiert
Wer das Bitterkraut-Habichtskraut (Hieracium picroides) einmal gesehen hat, vergisst es nicht: Mit seinen leuchtend gelben Korbblüten und einer kompakten Wuchshöhe von genau 0,17 Metern ist es eine unaufdringliche, aber ökologisch wertvolle Besonderheit. Als Pflanze der Roten Liste 2 (stark gefährdet) ist sie in unseren Gärten ein echter Beitrag zum Artenschutz. Besonders spezialisierte Edelfalter wie der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) oder der Graubündner Scheckenfalter (Melitaea varia) finden hier im Spätsommer eine lebenswichtige Nahrungsquelle. Wenn du dieser seltenen Art einen Platz in deinem Garten schenkst, tust du aktiv etwas gegen das Verschwinden unserer heimischen Flora. Du wirst staunen, wie viel Leben sich auf dieser kleinen Fläche versammelt.
Rote-Liste-Retter: Unterstützt seltene Scheckenfalter auf nur 17 Zentimetern.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist das Bitterkraut-Habichtskraut eine Magnetwirkung für seltene Schmetterlingsarten. Besonders die Gruppe der Scheckenfalter profitiert massiv: Arten wie der Spanische Scheckenfalter (Euphydryas desfontainii), der Berber-Scheckenfalter (Melitaea aetherie) und der Östliche Scheckenfalter (Melitaea ornata) nutzen die Blüten als Energiequelle. Auch der Amerikanische Distelfalter (Vanessa virginiensis) wurde als Besucher dokumentiert. Da die Pflanze erst im August blüht, schließt sie eine wichtige Versorgungslücke im Spätsommer, wenn viele andere Wiesenblumen bereits verblüht sind. Die Samen dienen zudem im Spätherbst kleinen Singvögeln als Energiereserve.
Bitte beachte, dass das Bitterkraut-Habichtskraut offiziell als nicht kindersicher eingestuft wird. Auch wenn Habichtskräuter generell selten schwere Vergiftungen hervorrufen, sollten kleine Kinder und Haustiere nicht an den Pflanzenteilen knabbern. Ein Standort im hinteren Bereich eines Steingartens oder in einem geschützten Beet ist daher ratsam.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
—
Blütezeit
Aug – Aug
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Nektarwert
2
Pollenwert
2
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Blattphänologie
Immergrün
Pflanzenhöhe
0.173 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Lichtbedarf: Wähle einen vollsonnigen Standort (Lichtzahl 8), an dem die Pflanze fast den ganzen Tag direktes Licht bekommt.
Bodenfeuchte: Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein, Staunässe ist jedoch zu vermeiden.
Temperatur: Ideal sind kühlere Gartenbereiche, da die Pflanze an alpine Bedingungen angepasst ist.
Bodenbeschaffenheit: Ein neutraler bis schwach saurer Boden (Reaktionszahl 4) ist perfekt; vermeide zu kalkhaltige Erde.
Pflanzzeit: Setze die Jungpflanzen im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), solange der Boden frostfrei ist.
Wuchshöhe beachten: Mit nur 0,17 Metern gehört sie in den Vordergrund eines Beetes oder in den Steingarten.
Vermehrung: Lass die verblühten Köpfe stehen, damit sich die Pflanze durch Selbstaussaat erhalten kann.
Gute Partnerin: Die Blaugrüne Segge (Carex flacca) ist eine ideale Begleiterin, da sie ähnliche Standortansprüche an Feuchtigkeit und Bodenreaktion stellt.
Das Bitterkraut-Habichtskraut gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist in Deutschland sowie Österreich indigen (einheimisch). Sein natürlicher Lebensraum liegt vor allem in kühleren, alpinen oder nördlichen Regionen, was sich in seinem niedrigen Temperaturzeigerwert von 3 (kalt) widerspiegelt. Die Pflanze wächst krautig und bildet keine verholzten Teile aus. Eine Besonderheit ist die Arbuskuläre Mykorrhiza (AM), eine Symbiose zwischen den Pflanzenwurzeln und Pilzen, die dem Habichtskraut hilft, Nährstoffe auch aus kargen Böden effizient aufzunehmen.
7 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•EuPPollNet — Kuppler et al. (2025), DOI: 10.1111/geb.70000 (CC BY 4.0)
•Database of Pollinator Interactions (DoPI) — Pocock et al. (2022), DOI: 10.1002/ecy.3801 (CC BY)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →