Bild folgtKI-generierte IllustrationHieracium schmidtii
Auch bekannt als: Hieracium schmidtii
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Arten
interagieren
6
Interaktionen
dokumentiert
Mit ihren blassgelben Blütenkörbchen und den meist behaarten, bläulich-grünen Blättern fällt das Bleiche Habichtskraut sofort auf. Als spezialisierter Schwachzehrer (Pflanze mit geringem Nährstoffbedarf) ist sie ein echter Gewinn für jeden sonnigen Steingarten. Besonders wertvoll ist sie für bedrohte Schmetterlinge wie den Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe), der auf den Nektar angewiesen ist. In der Natur gilt sie bereits als gefährdet (Rote Liste 3), weshalb du mit ihrer Ansiedlung aktiven Artenschutz betreibst. Wenn du einen trockenen, mageren Platz im Garten hast, solltest du dieser robusten Schönheit unbedingt eine Chance geben.
Rote-Liste-Schatz: Ein gelber Überlebenskünstler für trockene Sonnenplätze.
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Dieses Habichtskraut ist eine wichtige Tankstelle für spezialisierte Falter. Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren Arten wie der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe), der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea ornata) und der Magerrasen-Perlmuttfalter (Melitaea varia) von dem Nektarangebot. Auch Wanderfalter wie der Amerikanische Distelfalter (Vanessa virginiensis) nutzen die Blüten auf ihrem Weg. Durch die arbuskuläre Mykorrhiza (Wurzelpilz-Symbiose) fördert die Pflanze zudem ein gesundes Bodenleben an kargen Standorten. Im Winter dienen die Samen als Nahrung für Vögel, wenn du die Stängel nicht vorzeitig abschneidest. Da die Art auf der Roten Liste steht, ist jedes Exemplar im Garten ein wertvoller Beitrag zum Erhalt der regionalen Biodiversität.
Das Bleiche Habichtskraut wird als nicht kindersicher eingestuft, da der Kontakt mit dem Milchsaft der Stängel bei empfindlicher Haut Reizungen hervorrufen kann. Es besteht keine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Arten. Dennoch solltest du beim Rückschnitt vorsichtshalber Handschuhe tragen und darauf achten, dass Kinder die Pflanzenteile nicht in den Mund nehmen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Mai – Jul
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.12 m
Suche einen vollsonnigen Platz in deinem Garten aus.
Der Boden sollte trocken und unbedingt mager sein, da die Pflanze ein Schwachzehrer ist.
Die ideale Pflanzzeit ist von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden offen ist.
Vermeide jegliche Düngung, da zu viele Nährstoffe die Pflanze verdrängen.
Staunässe muss unbedingt vermieden werden; ein Platz in einer Trockenmauer oder im Steingarten ist ideal.
Die Pflege beschränkt sich auf das Stehenlassen der Stängel bis zum Frühjahr.
Vermehrung erfolgt unkompliziert über die reifen Samen im Spätsommer.
Gute Partnerin: Die Karthäuser-Nelke (Dianthus carthusianorum) – beide teilen die Vorliebe für trockene Magerstandorte und ergänzen sich optisch hervorragend.
Das Bleiche Habichtskraut (Hieracium schmidtii) gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae). In Deutschland, Österreich und der Schweiz besiedelt es vorrangig sonnige Felsfluren und Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen). Typisch ist die Rosettenform mit behaarten Grundblättern, aus denen die verzweigten Blütenstängel emporwachsen. Als Indigen (einheimische Art) ist sie tief in unserer Landschaft verwurzelt. Eine Besonderheit ist die AM-Mykorrhiza (eine Symbiose zwischen Pilzen und Pflanzenwurzeln), die der Pflanze hilft, Nährstoffe aus kargen Böden effizient aufzunehmen.
6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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