Bild folgtKI-generierte IllustrationHieracium subg. Pilosella
An ihren silbrig behaarten Blattrosetten und den leuchtend gelben Korbblüten lässt sich das Mausohr-Habichtskraut sofort erkennen. Als indigene (ursprünglich heimische) Art ist sie ein fester Bestandteil unserer Natur und passt hervorragend in einen Garten, der auf den Erhalt der biologischen Vielfalt setzt. Besonders auf trockenen Flächen ist sie eine wertvolle Bereicherung, da sie Standorte besiedelt, die für viele andere Pflanzen zu karg sind. Mit ihren oberirdischen Ausläufern bildet sie mit der Zeit dichte, niedrige Matten. Du machst mit dieser Wahl alles richtig, wenn du eine robuste und pflegeleichte Wildpflanze suchst.
Genügsamer Bodendecker für sonnige Plätze und trockene Gartenjahre.
Als indigenes (heimisches) Gewächs ist das Mausohr-Habichtskraut eine verlässliche Komponente für das ökologische Gleichgewicht in deinem Garten. Da es als nicht gefährdet gilt, unterstützt du mit der Ansiedlung den Erhalt einer weit verbreiteten, aber durch Flächenversiegelung bedrohten Pionierpflanze. Sie besiedelt ökologische Nischen auf mageren Böden und trägt dort zur Bodenfestigung bei. Als Archäophyt (eine Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde) oder indigenes Gewächs ist sie seit Jahrhunderten perfekt an die hiesigen Umweltbedingungen angepasst. Sie fördert die Vielfalt gerade auf schwierigen, trockenen Standorten.
Das Mausohr-Habichtskraut wird als nicht kindersicher eingestuft. In Gärten mit kleinen Kindern ist daher Vorsicht geboten und die Pflanze sollte außerhalb der direkten Reichweite platziert werden. Den Giftnotruf erreichst du im Notfall unter 0228 19 240.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Bioregion
Continental
Wähle einen vollsonnigen Platz mit mindestens sechs Stunden direkter Sonne pro Tag.
Der Boden sollte nährstoffarm und sehr durchlässig sein; schwere Erde am besten mit Sand abmagern (nährstoffärmer machen).
Pflanze das Kraut im Frühling zwischen März und Mai oder im Herbst bis zum ersten Bodenfrost.
Halte die Erde eher trocken, da die Pflanze empfindlich auf Staunässe (stehendes Wasser) reagiert.
Ein Pflanzabstand von etwa 20 Zentimetern ist ideal, da sich die Art über Ausläufer selbstständig ausbreitet.
Ein Rückschnitt ist nicht notwendig, was die Pflege im Naturgarten sehr unkompliziert macht.
Eine zusätzliche Düngung sollte unbedingt vermieden werden, um den zierlichen Wuchs zu erhalten.
Gute Partnerin: Arznei-Thymian (Thymus pulegioides) – beide bevorzugen den gleichen kargen Standort und bilden zusammen einen dichten, ökologisch wertvollen Teppich.
Das Mausohr-Habichtskraut (Hieracium subg. Pilosella) gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) innerhalb der Ordnung der Asternartigen (Asterales). Es ist in Mitteleuropa weit verbreitet und besiedelt natürlicherweise Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) sowie sonnige Böschungen. Die Pflanze zeichnet sich durch ihre flachen Rosetten aus, deren Blätter auf der Unterseite meist weißfilzig behaart sind. Ein besonderes Merkmal sind die oberirdischen Ausläufer, die zur vegetativen Vermehrung dienen. In der Roten Liste wird die Art als derzeit nicht gefährdet geführt.
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →