Bild folgtKI-generierte IllustrationHieracium subrigidum
Auch bekannt als: Hieracium subrigidum
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Schon von weitem fällt das Hochwüchsige Habichtskraut durch seinen straff aufrechten, hohen Wuchs und die leuchtend gelben Korbblüten auf. Mit dieser Art holst du dir eine echte botanische Kostbarkeit in den Garten, die auf der Roten Liste als stark gefährdet (Kategorie 2) geführt wird. Besonders Scheckenfalter wie der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) oder der Bergwiesen-Scheckenfalter (Melitaea varia) profitieren von ihrem Nektarangebot. Da die Pflanze eine Symbiose mit Arbuskulärer Mykorrhiza (AM – nützliche Bodenpilze zur Nährstoffaufnahme) eingeht, unterstützt sie zudem ein gesundes Bodenleben. Wenn du einen sonnigen Platz im Garten hast, kannst du mit dieser Pflanze aktiv zum Erhalt einer bedrohten heimischen Art beitragen.
Stark gefährdete Schönheit: Eine seltene Tankstelle für bedrohte Scheckenfalter.
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Das Hochwüchsige Habichtskraut ist eine wertvolle Futterpflanze für eine Vielzahl seltener Schmetterlinge. Nach aktuellen Bestäubungsdaten wird sie intensiv von Scheckenfaltern wie dem Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe), dem Spanischen Scheckenfalter (Euphydryas desfontainii) und dem Bergwiesen-Scheckenfalter (Melitaea varia) genutzt. Auch der Amerikanische Distelfalter (Vanessa virginiensis) gehört zu den Besuchern. Im Winter dienen die stehengelassenen Samenstände als natürliche Futterquelle für Vögel. Aufgrund ihrer Einstufung in der Roten Liste 2 ist die Pflanze zudem ein wichtiger Baustein für die Erhaltung der regionalen Biodiversität in Deutschland.
Die Pflanze ist laut Datenbank als nicht kindersicher eingestuft. Wie viele Arten der Korbblütler enthält sie einen Milchsaft, der bei empfindlichen Personen zu Hautreizungen führen kann. Es empfiehlt sich daher, beim Einpflanzen Handschuhe zu tragen und darauf zu achten, dass Kleinkinder keine Pflanzenteile in den Mund nehmen.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mai – Aug
Bioregion
Continental
Wähle einen sonnigen bis leicht halbschattigen Standort für die Ansiedlung.
Der Boden sollte mäßig trocken bis frisch und eher nährstoffarm sein.
Pflanzzeit: Idealerweise von März bis Mai oder im Herbst von September bis November bei offenem Boden.
Da die Pflanze Mykorrhiza (eine Lebensgemeinschaft mit Wurzelpilzen) benötigt, verzichte auf chemische Dünger oder Fungizide.
Gießen ist nur in extremen Trockenperioden notwendig, sobald die Pflanze etabliert ist.
Ein Rückschnitt im Herbst ist nicht erforderlich; die vertrockneten Stängel bieten Struktur im Winter.
Die Vermehrung erfolgt unkompliziert über die durch den Wind verbreiteten Samen.
Kombinationsempfehlung: Die Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea) ist eine hervorragende Partnerin, da beide ähnliche Standortansprüche haben und gemeinsam die Futtergrundlage für Scheckenfalter erweitern.
Das Hochwüchsige Habichtskraut (Hieracium subrigidum) gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae). Es ist in Deutschland indigen (einheimisch) oder als Archäophyt (Pflanzen, die vor 1492 eingeführt wurden) eingestuft und besiedelt bevorzugt offene, lichte Standorte. Morphologisch zeichnet es sich durch seine beachtliche Höhe im Vergleich zu verwandten Arten und seine typischen, am Rand gezähnten Grundblätter aus. Als Teil der heimischen Flora ist es perfekt an die hiesigen klimatischen Bedingungen angepasst.
6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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