Bild folgtKI-generierte IllustrationHierochloe hirta subsp. hirta
Auch bekannt als: Hierochloe hirta subsp. hirta
39
Arten
interagieren
46
Interaktionen
dokumentiert
Wer das Raue Mariengras (Hierochloe hirta subsp. hirta) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Mit ihrer charakteristischen Wuchsform als graziles Süßgras bringt diese Art eine besondere Wildnis-Ästhetik in den Garten. Da sie auf der Roten Liste als vom Aussterben bedroht (Status 1) geführt wird, ist sie für den Naturschutz von unschätzbarem Wert. In deinem Garten bietest du damit seltenen Schmetterlingen wie dem Spiegelfleck-Dickkopffalter (Heteropterus morpheus) oder dem Gelbwürfeligen Dickkopffalter (Carterocephalus palaemon) einen dringend benötigten Lebensraum. Du leistest hier echte Pionierarbeit im Artenschutz. Probiere es aus und werde Teil der Rettung dieser heimischen Kostbarkeit.
Arche Noah im Garten: Schütze eine vom Aussterben bedrohte Rarität.
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Dieses seltene Gras ist nach aktuellen Bestäubungsdaten eine Lebensader für spezialisierte Dickkopffalter. Besonders der Spiegelfleck-Dickkopffalter (Heteropterus morpheus) und der Silbrig-gelbe Dickkopffalter (Carterocephalus silvicola) nutzen die Bestände zur Eiablage oder als Habitat. Auch weitere Arten wie der Rostfarbige Dickkopffalter (Ochlodes sylvanus) und der Gelbwürfelige Dickkopffalter (Carterocephalus palaemon) profitieren unmittelbar von der Ansiedlung. Sogar seltenere Gäste wie der Braune Dickkopffalter (Gegenes nostrodamus) finden hier einen Rückzugsort. Durch die Förderung dieser Rote-Liste-Art stärkst du das lokale ökologische Netzwerk massiv.
Bitte beachte, dass das Raue Mariengras als nicht kindersicher eingestuft wird. Es ist daher ratsam, es in Gartenbereichen zu pflanzen, die nicht als primäre Spielfläche für Kleinkinder dienen. Da es eine geschützte Seltenheit ist, sollte es im Garten einen ungestörten Platz finden, wo es seine ökologische Wirkung voll entfalten kann.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
—
Blütezeit
—
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Standort (Lichtzahl 8), an dem das Gras den Großteil des Tages direktes Sonnenlicht erhält.
Sorge für eine gleichmäßige Bodenfeuchte (Feuchtezahl 7); der Boden darf niemals vollständig austrocknen.
Ein Boden mit mittlerem Nährstoffgehalt (Stickstoffzahl 4) ist ideal – vermeide übermäßiges Düngen, um das natürliche Wachstum zu fördern.
Pflanze das Gras vorzugsweise im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst vor den ersten Frösten.
Achte auf ein neutrales bis schwach saueres Bodenmilieu (Reaktionszahl 6).
Da es sich um ein Gras handelt, solltest du die Halme über den Winter stehen lassen und erst im zeitigen Frühjahr zurückschneiden.
Gute Partnerin: Sumpf-Schafgarbe (Achillea ptarmica) – sie bevorzugt ebenfalls sonnige, feuchte Plätze und ergänzt das feine Grasbild ökologisch wie optisch perfekt.
Das Raue Mariengras gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae) innerhalb der Ordnung der Süßgrasartigen (Poales). Als indigene Art, die also ohne menschliches Zutun bei uns heimisch ist, besiedelt sie in Deutschland nur noch wenige spezialisierte Standorte. Ihr natürlicher Lebensraum sind meist feuchte, helle Standorte auf neutralen bis schwach sauren Böden. Morphologisch fällt sie durch ihre typische Grasstruktur auf, wobei sie eine AM-Mykorrhiza (eine Symbiose mit speziellen Bodenpilzen) eingeht, die ihr beim Überleben an nährstoffärmeren Plätzen hilft.
39 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →