Bild folgtKI-generierte IllustrationDelphinium elatum
Auch bekannt als: Kleiner Gartenrittersporn
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Arten
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Wirtsbeziehungen
Arten
Wer den Hohen Rittersporn (Delphinium elatum) einmal gesehen hat, vergisst ihn nicht: Seine tiefblauen Blütenkerzen ragen majestätisch empor und setzen vertikale Akzente im Beet. Als heimische Staude ist er ein wichtiger Bestandteil naturnaher Gärten in kühleren Lagen und bietet spezialisierten Insekten einen Lebensraum. In Deinem Garten profitiert unter anderem der Große Asselfresser (Dysdera crocata) von dem Kleinklima, das die dichten Bestände am Boden erzeugen. Da er als Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) gilt, zeigt er Dir genau an, wo Dein Boden besonders kraftvoll ist. Wenn Du ihm den richtigen Platz gibst, belohnt er Dich über Jahre mit seiner beeindruckenden Gestalt.
Blaue Eleganz auf 1,23 Metern: Ein nährstoffhungriger Gigant für kühle Gärten.
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In der ökologischen Vernetzung Deines Gartens spielt der Hohe Rittersporn eine wertvolle Rolle für die lokale Fauna. Nach aktuellen Beobachtungsdaten finden sich unter seinen Besuchern spezialisierte Arten wie der Große Asselfresser (Dysdera crocata), eine Webspinne, die im feuchten Mikroklima der Pflanzenbasis jagt. Die Samen sind mit 1,9807 mg sehr leicht, was nach der Reife im Spätsommer eine effektive Fernausbreitung durch den Wind ermöglicht. Da die Art in Bergregionen heimisch ist, bietet sie besonders in höheren Lagen eine wichtige Nahrungsquelle, wenn andere Stauden bereits verblühen. Die Arbuskuläre Mykorrhiza (AM) der Wurzeln fördert zudem ein gesundes Bodenleben und den Nährstoffaustausch im gesamten Beet.
Bitte sei vorsichtig: Der Hohe Rittersporn ist in allen Teilen, besonders in den Samen, giftig. Er enthält Alkaloide vom Aconitum-Typ (Delphinin), die bei Einnahme schwere Vergiftungen hervorrufen können. Halte Kinder und Haustiere fern und trage beim Rückschnitt Handschuhe. Im Notfall kontaktiere sofort den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
—
Blütezeit
Jul – Aug
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
1.234 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz (Lichtwert 7), damit die Pflanze ihre volle Höhe erreicht.
Boden: Der Rittersporn ist ein Starkzehrer (hoher Nährstoffbedarf) und benötigt einen Boden mit viel Kompost oder organischem Dünger.
Feuchtigkeit: Halte das Erdreich gleichmäßig frisch (Feuchtewert 6), Staunässe solltest Du jedoch vermeiden.
Kalk: Er bevorzugt basische Standorte (Reaktionswert 7), eine Gabe Gartenkalk im Frühjahr fördert die Vitalität.
Pflanzzeit: Setze junge Stauden im Frühling (März-Mai) oder Herbst (September-November) in die Erde.
Wuchshöhe: Plane genau 1,23 m Platz nach oben ein; bei Wind kann eine Stütze hilfreich sein.
Mykorrhiza: Die Pflanze lebt in Symbiose mit AM (Arbuskulärer Mykorrhiza – nützliche Wurzelpilze), vermeide daher chemische Fungizide.
Partner: Gute Nachbarn sind der Wald-Storchschnabel (Geranium sylvaticum) oder die Breitblättrige Glockenblume (Campanula latifolia), da sie ähnliche Ansprüche an Kühle und Nährstoffe haben.
Der Hohe Rittersporn gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae) und ist in den Gebirgsregionen von Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch. Sein natürlicher Lebensraum sind Hochstaudenfluren und feuchte Bergwiesen in kühleren, oft alpinen Lagen. Die krautige Pflanze ist nicht verholzt und zeichnet sich durch ihre breitblättrige Blattform aus. Eine morphologische Besonderheit ist der namensgebende Sporn der Blüte, in dem sich Nektar verbirgt. Mit einem Diasporengewicht (Gewicht der Samenkörner) von nur 1,9807 mg nutzt die Pflanze den Wind für die Fernausbreitung ihrer Samen.
2 Videos zu Hoher Rittersporn


•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →