Bild folgtKI-generierte IllustrationTilia ×europaea
Auch bekannt als: Kaiser-Linde
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Auffällig sind die großen, herzförmigen Blätter der Holländischen Linde (Tilia ×europaea), die als stattlicher Hybridbaum oft unsere Alleen säumt. Wer diesen Baum im Garten hat, bietet spezialisierten Schmetterlingen wie dem Malven-Dickkopffalter (Carcharodus alceae) einen wertvollen Lebensraum. Die Pflanze ist ein wichtiger Baustein für die Artenvielfalt, da sie als Kreuzung aus Sommer- und Winterlinde besonders robust ist. Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren auch seltene Wanderfalter wie der Afrikanische Monarch (Danaus chrysippus) von ihrem Angebot. Wenn du Platz für einen großen Baum hast, triffst du mit ihr eine hervorragende Wahl für die Zukunft deines Gartens.
Ein stattlicher Schattenspender und Magnet für den Malven-Dickkopffalter.
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Die Holländische Linde ist ein Magnet für eine Vielzahl von Insekten. Nach aktuellen Beobachtungen wird sie intensiv von Dickkopffaltern wie dem Malven-Dickkopffalter (Carcharodus alceae) und dem nah verwandten Carcharodus tripolinus besucht. Auch das Südliche Wiesenvögelchen (Coenonympha dorus) findet hier Nahrung. Für den Afrikanischen Monarchen (Danaus chrysippus) stellt sie eine wichtige Anlaufstelle dar. Im Winter bieten die verholzten Früchte eine wichtige Nahrungsreserve für Vögel, die die Samen aus den kleinen Nüsschen picken. Da der Baum sehr alt werden kann, entwickelt er im Alter Risse und Höhlen, die Fledermäusen als Quartier dienen.
Bitte beachte, dass die Holländische Linde laut Datenbank nicht als kindersicher eingestuft wird. In der Gartenplanung solltest du dies berücksichtigen, auch wenn keine akute Giftigkeit für den Menschen im Vordergrund steht. Es gibt keine direkten Verwechslungsgefahren mit giftigen Baumarten, die das Erscheinungsbild der Linde teilen.
Licht
Schatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
—
Blütezeit
—
Bioregion
Continental
Lichtbedarf : Wähle einen Standort im Schatten oder Halbschatten (Lichtzahl 4), sie kommt gut mit weniger direktem Licht zurecht.
Boden : Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein, was der Feuchtezahl 4 entspricht; vermeide extreme Trockenheit.
Nährstoffe : Als Mittelzehrer benötigt sie einen Boden mit mittlerem Nährstoffgehalt (Nährstoffzahl 6), herkömmlicher Gartenboden reicht meist aus.
Bodenreaktion : Sie bevorzugt neutrale bis schwach saure Bodenverhältnisse (Reaktionszahl 6).
Pflanzzeit : Die beste Zeit ist der Herbst (September bis November) oder das zeitige Frühjahr (März bis Mai), solange der Boden frostfrei ist.
Platzbedarf : Bedenke die enorme Endgröße; plane mindestens 10 bis 15 Meter Abstand zu Gebäuden ein.
Pflege : In jungen Jahren bei anhaltender Trockenheit wässern, später ist sie sehr pflegeleicht.
Gute Partnerin : Die Hasel (Corylus avellana) ist eine ideale Begleiterin, da sie ähnliche Ansprüche an Frische und Nährstoffe stellt und den Gehölzrand ökologisch aufwertet.
Die Holländische Linde (Tilia ×europaea) gehört zur Familie der Malvengewächse (Malvaceae) und ist eine natürliche Kreuzung aus der Winterlinde und der Sommerlinde. In Deutschland ist sie weit verbreitet und prägt oft das Bild von historischen Parkanlagen und ländlichen Hofstellen. Ihr natürlicher Lebensraum sind mäßig feuchte, nährstoffreiche Standorte, wobei sie als Mittelzehrer (Pflanzen mit durchschnittlichem Nährstoffbedarf) gilt. Morphologisch erkennst du sie an den typischen Bärten in den Nervenwinkeln der Blattunterseite, die meist eine Mischung aus weißlichen und bräunlichen Härchen zeigen.
4 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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