Bild folgtKI-generierte IllustrationIris sambucina
An ihrem intensiven Duft nach Holunderblüten und den blau-violetten Blüten mit gelbem Bart lässt sich die Holunder-Schwertlilie (Iris sambucina) sofort erkennen. Da sie als Neophyt (nach 1492 eingeführte Art) gilt und in der Roten Liste mit G (Gefährdung unbekannten Ausmaßes) bewertet wird, ist sie eine botanische Kostbarkeit für deinen Garten. Sie bereichert vor allem trockene und warme Standorte, die in der modernen Landschaft immer seltener werden. Mit dieser Wahl förderst du die Vielfalt an Plätzen, die für spezialisierte Bewohner von Trockenlebensräumen lebensnotwendig sind. Wenn du sonnige Bereiche ökologisch aufwerten möchtest, liegst du mit dieser Schwertlilie genau richtig.
Ein Hauch von Holunder: Die seltene Schwertlilie für sonnige Trockenstandorte.
Obwohl spezifische Bestäubungsdaten in den aktuellen Aufzeichnungen fehlen, ist die Holunder-Schwertlilie ein wertvoller Bestandteil trockener Lebensräume. In der Roten Liste wird sie mit dem Status G (Gefährdung unbekannten Ausmaßes) geführt, weshalb ihre Kultivierung im Garten eine aktive Schutzmaßnahme darstellt. Als krautige Pflanze (nicht verholzend) bietet sie nach dem Welken der Blätter im Winter Schutz für verschiedene Bodenorganismen. In deinem Garten wirkt sie als Trittsteinbiotop (vernetzender Lebensraum) für Arten, die auf warme Strukturen angewiesen sind. Jede Pflanzung trägt zur Stabilisierung dieser seltenen Populationen bei.
Die Holunder-Schwertlilie ist als nicht kindersicher eingestuft. Alle Pflanzenteile sind bei Verzehr giftig und der Pflanzensaft kann Hautreizungen hervorrufen. Bei Verdacht auf eine Vergiftung wende dich bitte umgehend an den Giftnotruf 0228 19 240.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Platz, damit die Pflanze ihre volle Blütenpracht und den typischen Duft entwickelt.
Der Boden sollte gut durchlässig sein; bei schweren Böden hilft das Einmischen von Sand für einen besseren Wasserabzug.
Pflanzzeit Frühling: Setze die Wurzelstöcke von März bis Mai flach in die Erde, sodass die Oberseite noch sichtbar bleibt.
Pflanzzeit Herbst: Von September bis November kannst du die Pflanze ebenfalls gut etablieren, solange der Boden frostfrei ist.
Achte auf einen Pflanzabstand von 25 bis 30 Zentimetern, um eine gute Luftzirkulation zwischen den Blättern zu gewährleisten.
Entferne verblühte Stängel bodennah, aber lass das grüne Laub für die Energiegewinnung der Pflanze bis zum Welken stehen.
Da sie nicht kindersicher ist, sollte sie außerhalb der direkten Reichweite von Spielflächen gepflanzt werden.
Gute Partnerin: Die Färber-Hundskamille (Anthemis tinctoria) – sie liebt ebenfalls sonnige, trockene Plätze und bietet einen schönen Kontrast.
Die Holunder-Schwertlilie (Iris sambucina) gehört zur Familie der Schwertliliengewächse (Iridaceae). Als ausdauernde krautige Pflanze (nicht verholzende Pflanze) ist sie in Deutschland als etablierter Neophyt bekannt und findet sich oft auf Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen). Typisch sind ihre schwertförmigen Blätter und die kräftigen Blüten mit gelben Bärten auf den Hängeblättern. Ihr Rhizom (waagerecht wachsender Wurzelstock) dient als Speicherorgan für Wasser und Nährstoffe, was ihr das Überleben an extremen, trockenen Standorten ermöglicht.
3 Videos zu Holunder-Schwertlilie
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →