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Hordeum marinum subsp. marinum
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Mit ihren borstigen Ähren, die an eine Miniatur-Gerste erinnern, fällt die Strand-Gerste (Hordeum marinum subsp. marinum) sofort auf. Da sie mit einer Höhe von nur 0,17 m sehr klein bleibt, übersieht man sie oft, doch für die Artenvielfalt auf kalkhaltigen Böden ist sie ein wichtiger Baustein. Das Gras ist ein Spezialist für feuchte, sonnige Standorte und besiedelt Nischen, die viele andere Pflanzen meiden. Seine leichten Samen dienen als Nahrungsgrundlage für verschiedene Vogelarten in der herbstlichen Gartenlandschaft. Wenn du einen Platz für einen zierlichen, bodennahen Charakterkopf suchst, machst du mit diesem Gras alles richtig.
Zierlicher Küstenspezialist: Nur 17 cm klein und perfekt für kalkreiche Böden.
Nach aktuellen ökologischen Daten ist die Strand-Gerste eine wichtige Pflanze für spezialisierte Lebensräume. Da sie windbestäubt ist, produziert sie zwar keinen Nektar, bietet aber durch ihre Samen im Winter eine wertvolle Futterquelle für Körnerfresser unter den Singvögeln. Mit einem Diasporengewicht von nur 0,87 mg verbreiten sich die Samen mühelos über weite Strecken durch den Wind. In der freien Natur ist sie oft Teil von Pflanzengesellschaften, die auf salz- oder kalkreichen Böden überleben, und fördert dort die strukturelle Vielfalt. Im Garten dient sie als Versteck für bodennah lebende Laufkäfer und andere kleine Nützlinge.
Die Strand-Gerste ist laut Datenbank nicht kindersicher. Grund dafür sind die Ähren mit ihren spitzen Grannen (borstenartige Fortsätze), die bei Berührung Hautreizungen verursachen oder sich in der Kleidung und im Fell von Haustieren verhaken können. Sie ist jedoch nicht giftig.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0,166 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Die Strand-Gerste gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae) innerhalb der Gattung Hordeum. Ursprünglich ist sie an den Küsten beheimatet, kommt aber auch im Binnenland an Standorten mit salzhaltigem oder kalkhaltigem Untergrund vor. Sie bevorzugt sogenannte Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) oder wechselfeuchte Pionierstandorte. Morphologisch zeichnet sie sich durch ihren kompakten Wuchs und die dichten Ähren mit langen, borstigen Grannen (fadenförmige Fortsätze an den Spelzen) aus. Als nicht verholzendes Gras bleibt sie weich im Blatt, zeigt aber eine hohe Widerstandskraft gegenüber speziellen Bodenbedingungen.
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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Stand: 18.12.2025. Korrekturen können über das Feedback-Formular gemeldet werden.