Bild folgtKI-generierte IllustrationHordeum vulgare
Auch bekannt als: Wintergerste, Kulturgerste, Gerstengras, Sommergerste, Kultur-Gerste, Gerstengraupen, Gerste
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
1
Wirtsbeziehungen
Arten
Wer Gerste (Hordeum vulgare) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Mit ihren langen Grannen (borstenartige Fortsätze an den Ähren) wirkt sie fast wie ein weicher, wogender Bart im Sommerwind. Im Garten ist dieses Süßgras weit mehr als nur ein Getreide; es dient als wertvolle Kinderstube für Schmetterlinge. Besonders die Raupen der Markeule (Hydraecia micacea) finden hier ihre lebensnotwendige Nahrung. Auch wenn du keinen Acker besitzt, kannst du mit ein paar Reihen Gerste im Saum oder Beetrand wichtige Strukturen schaffen. Probier es doch mal an einer sonnigen Stelle aus, um die heimische Falterwelt aktiv zu unterstützen.
Wichtige Kinderstube für die Markeule und dekorativer Blickfang im Sommerbeet.
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In deinem Naturgarten übernimmt die Gerste eine wichtige Funktion als Nahrungspflanze für spezialisierte Insekten. Nach aktuellen Daten profitieren vor allem die Raupen der Markeule (Hydraecia micacea) von den Halmen. Da Gräser vom Wind bestäubt werden, bieten sie zwar keinen Nektar, sind aber als Strukturgeber unverzichtbar. Die schweren Samen mit einem Gewicht von etwa 40 mg dienen im Herbst und Winter als energiereiche Nahrung für bodenfressende Vögel. Wenn du die Halme über den Winter stehen lässt, biestest du zudem vielen kleinen Nützlingen einen geschützten Überwinterungsplatz in den hohlen Stängeln.
Die Gerste wird als nicht kindersicher eingestuft. Grund dafür sind die langen Grannen an den Ähren, die bei Berührung oder beim Spielen leicht in die Haut, Augen oder Kleidung eindringen und mechanische Reizungen verursachen können. Auch für Haustiere können diese Pflanzenteile unangenehm sein, falls sie sich im Fell verhaken.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mai – Jul
Nektarwert
2
Pollenwert
2
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.938 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz mit mindestens 6 Stunden direkter Sonne pro Tag.
Boden: Ein durchlässiger, mäßig nährstoffreicher Boden ist ideal; Staunässe sollte unbedingt vermieden werden.
Pflanzzeit: Im Frühjahr zwischen März und Mai direkt ins Freiland säen.
Aussaat: Die Samenkörner etwa 2-3 cm tief in die Erde drücken (Dunkelkeimer) und leicht festtreten.
Wasserbedarf: Nur in der Keimphase und bei extrem lang anhaltender Trockenheit zusätzlich gießen.
Pflege: Ein Rückschnitt ist während der Wachstumsperiode nicht nötig, da die Pflanze einjährig ist.
Vermehrung: Die schweren Samen fallen meist direkt zu Boden; für eine gezielte Aussaat im Folgejahr die reifen Ähren im Hochsommer sammeln.
Pflanzpartner: Die Kornblume (Centaurea cyanus) ist eine hervorragende Partnerin – sie teilt die Standortansprüche und bietet einen schönen farblichen Kontrast.
Die Gerste gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae) und ist eine unserer ältesten Kulturpflanzen, die auch im Siedlungsraum oft an Wegrändern oder auf Schuttplätzen anzutreffen ist. Sie besiedelt bevorzugt offene, sonnige Standorte und kommt gut mit trockeneren Phasen zurecht. Mit einer Wuchshöhe von genau 0.94 m bleibt sie auch in kleineren Gärten überschaubar. Ein besonderes Merkmal sind die Ähren, deren Aufbau und Grannenlänge den Gasaustausch und die Photosynthese (Energiegewinnung der Pflanze) unterstützen, was sie robust gegenüber sommerlicher Hitze macht.
3 weitere Arten besuchen die Blüten
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•EuPPollNet — Kuppler et al. (2025), DOI: 10.1111/geb.70000 (CC BY 4.0)
•Database of Pollinator Interactions (DoPI) — Pocock et al. (2022), DOI: 10.1002/ecy.3801 (CC BY)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →