Bild folgtKI-generierte IllustrationHornungia alpina subsp. alpina
Auch bekannt als: Hornungia alpina subsp. alpina
Auffällig sind die zierlichen, weißen Blüten und die fein gefiederten Blättchen, die die Alpen-Gämskresse (Hornungia alpina subsp. alpina) wie ein kleines, schneeweißes Polster wirken lassen. Als echte Spezialistin für karge Gebirgslagen ist sie in deinem Garten eine wertvolle Ergänzung für Steingärten oder Trockenmauern. Sie besetzt ökologische Nischen auf magerem Boden, an denen viele andere Arten scheitern würden. Mit ihrer Vorliebe für kalkreiche Standorte fördert sie eine spezialisierte Bodenbiologie, insbesondere durch die Zusammenarbeit mit nützlichen Bodenpilzen. Wenn du einen kühlen, steinigen Platz in deinem Garten hast, ist diese Pflanze genau der richtige Akzent für dich.
Zierliche Alpin-Spezialistin: Die weiße Pionierin für deinen Kalk-Steingarten.
Die Alpen-Gämskresse ist eine hochspezialisierte Pionierpflanze, die zur Biodiversität auf mageren und steinigen Standorten beiträgt. Da sie als Schwachzehrer (Magerzeiger) gilt, verhindert sie auf kargen Flächen die Überwucherung durch dominante Arten und hält so den Lebensraum für andere Spezialisten offen. Nach aktuellen ökologischen Erkenntnissen ist ihre Symbiose mit Mykorrhizapilzen entscheidend für die Stabilität des Bodenökosystems an schwierigen Standorten. Da keine spezifischen Bestäubungsdaten vorliegen, lässt sich ihre Rolle als Nektarquelle nicht beziffern, doch als heimische Art ist sie fest in das regionale Gefüge der Alpenflora integriert.
Bitte beachte, dass die Alpen-Gämskresse als nicht kindersicher eingestuft wird. In einem Garten, in dem kleine Kinder oder neugierige Haustiere spielen, solltest du sie daher eher an unzugänglichen Stellen, wie zum Beispiel in einer erhöhten Trockenmauer, platzieren.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Licht (Wert 8): Wähle einen vollsonnigen Platz aus; die Pflanze benötigt viel Helligkeit.
Boden (Wert 2): Setze sie in mageren Boden (Schwachzehrer). Mische bei Bedarf reichlich Sand oder feinen Kies unter die Erde.
Kalkgehalt (Wert 8): Sorge für ein kalkhaltiges (basisches) Milieu, etwa durch die Zugabe von Kalksplitt.
Feuchtigkeit (Wert 4): Halte den Boden frisch, also mäßig feucht, aber vermeide Staunässe durch eine gute Drainage (Wasserabzug).
Temperatur (Wert 1): Die Pflanze liebt es kühl und alpin; ein Standort, der im Sommer nicht extrem aufheizt, ist ideal.
Pflanzzeit: Setze die Gämskresse im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November) in die Erde.
Pflege: Da sie nicht verholzt, ist kein starker Rückschnitt nötig; lass die Pflanze ungestört wachsen.
Gute Partnerin: Die Alpen-Gänsekresse (Arabis alpina) ist eine ideale Begleiterin, da sie ähnliche Ansprüche an Kalk und das alpine Klima stellt.
Die Alpen-Gämskresse gehört zur Familie der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae). In Mitteleuropa ist sie eine indigene Art (ursprünglich heimisch) und besiedelt vorwiegend kalkhaltige Schuttfluren und Felsspalten der alpinen Höhenstufen. Als krautige Pflanze bleibt sie niedrig und bildet keine verholzten Teile aus. Eine botanische Besonderheit ist ihre Blattfläche von lediglich etwa 26 Quadratmillimetern, eine Anpassung an die intensiven Standortbedingungen im Hochgebirge. Zudem geht sie eine AM-Mykorrhiza (Arbuskuläre Mykorrhiza) ein, eine Symbiose mit Pilzen, die den Nährstoffaustausch im Boden verbessert.
1 Video zu Alpen-Gämskresse
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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