Bild folgtKI-generierte IllustrationHuperzia selago subsp. selago
Auch bekannt als: Huperzia selago subsp. selago
Du erkennst die Tannen-Teufelsklaue (Huperzia selago subsp. selago) an ihren dunkelgrünen, nadelähnlichen Blättern, die sie wie ein Miniatur-Tännchen wirken lassen. Da sie auf der Vorwarnliste der Roten Liste (Stufe V) steht, holst du dir ein echtes Stück schützenswerter Natur in den Garten. Auch wenn für diese Art keine spezifischen Bestäuberdaten vorliegen, bereichert dieser Urzeit-Überlebende die biologische Vielfalt in kühlen, schattigen Winkeln. Die Pflanze ist ein Spezialist für Standorte, an denen herkömmliche Gartenpflanzen oft aufgeben. Wenn du einen sauren Boden im Schatten hast, kannst du mit dieser indigenen (einheimischen) Art einen wertvollen Beitrag zum Artenschutz leisten.
Urzeit-Charme für den Schatten: Die seltene Teufelsklaue für Kenner.
Die Tannen-Teufelsklaue leistet einen wichtigen Beitrag zur Bodenökologie, da sie eine AM-Mykorrhiza (eine Symbiose zwischen Wurzeln und Pilzen) eingeht. Durch das extrem leichte Diasporengewicht von 0,0 mg sind die Sporen zur Fernausbreitung durch den Wind befähigt, was die Besiedlung neuer Lebensräume ermöglicht. In der Natur findet man sie oft in Gesellschaft von Moosen, wo sie feuchte Mikrohabitate stabilisiert. Auch wenn keine Daten zu Insektenbesuchen vorliegen, ist sie als Art der Vorwarnliste ein wichtiger Baustein für die strukturelle Vielfalt im Naturgarten. Ihre kleinen Blattflächen von 5,89 mm² sind optimal an kühle, verdunstungsarme Standorte angepasst.
Bitte beachte, dass die Tannen-Teufelsklaue als nicht kindersicher eingestuft wird, da sie giftige Inhaltsstoffe enthält. Sie sollte daher nicht in Bereichen gepflanzt werden, in denen kleine Kinder oder Haustiere unbeaufsichtigt spielen. Im Falle eines versehentlichen Verzehrs wende dich bitte sofort an den Giftnotruf unter der Telefonnummer 0228 19 240.
Licht
Schatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Sauer (Säurezeiger)
Bioregion
Continental
Wuchsform
Farn
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Blattphänologie
Immergrün
Pflanzenhöhe
0.118 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Ellenberg Licht 4: Wähle einen Schattenplatz, an dem die Pflanze vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt ist.
Ellenberg Feuchte 5: Halte das Substrat gleichmäßig frisch (mäßig feucht), Staunässe muss jedoch vermieden werden.
Boden: Die Erde sollte sauer (Reaktion 2) und nährstoffarm bis moderat versorgt sein (Mittelzehrer).
Pflanzzeit: Setze die Teufelsklaue am besten im Frühjahr (März-Mai) oder im Herbst (September-November).
Wuchshöhe: Beachte bei der Standortwahl die geringe Höhe von 0,12 m, damit sie nicht von Nachbarpflanzen überdeckt wird.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich, da die Pflanze nicht verholzt; störe den Boden so wenig wie möglich.
Vermehrung: Die Ausbreitung erfolgt über extrem leichte Diasporen (Sporen), die vom Wind über weite Strecken getragen werden.
Gute Partnerin: Die Heidelbeere (Vaccinium myrtillus) ist eine ideale Begleiterin, da sie die gleichen sauren Bodenverhältnisse und schattigen Lagen bevorzugt.
Die Tannen-Teufelsklaue gehört zur Familie der Bärlappgewächse (Lycopodiaceae) und ist eine indigen in Deutschland vorkommende Art. Sie besiedelt natürlicherweise schattige Bergwälder oder Moore und bevorzugt ein kaltes, oft alpines Klima. Als Farn-Verwandte bildet sie keine Blüten, sondern vermehrt sich über Sporen. Eine morphologische Besonderheit sind die gabelig verzweigten Triebe, die eine Wuchshöhe von genau 0,12 m erreichen. Sie ist ein ausgesprochener Säurezeiger (Reaktion 2), was bedeutet, dass sie ausschließlich auf kalkfreien, sauren Böden gedeiht.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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