
Hylotelephium telephium
Auch bekannt als: Große Fetthenne, Purpur-Fetthenne, Sedum telephium subsp. telephium, Sedum telephium subsp. maximum
Artengruppe
10
Arten
interagieren
24
Interaktionen
dokumentiert
3
Wirtsbeziehungen
Arten
Du erkennst die Purpur-Waldfetthenne an ihren dicken, fleischigen Blättern und den breiten, doldenartigen Blütenständen, die im Spätsommer purpurrosa leuchten. Als heimischer Überlebenskünstler ist sie ein wertvoller Baustein für deinen Naturgarten, da sie blüht, wenn viele andere Stauden bereits verblüht sind. Sie dient unter anderem der Morpheus-Staubeule (Caradrina morpheus) und dem Stachelbeer-Harlekin (Abraxas grossulariata) als wichtige Futterquelle. Mit dieser Fetthenne holst du dir eine robuste Pflanze ins Beet, die kaum Pflege braucht und dennoch gezielt die heimische Falterwelt unterstützt. Schau im August ruhig mal genauer hin, wer sich an ihrem Nektar bedient.
Robuster Wasserspeicher und wichtige Raupennahrung für den Spätsommer.
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Die Purpur-Waldfetthenne ist eine zentrale Tankstelle im Spätsommer und Frühherbst. Während viele Pflanzen ihre Blütezeit beendet haben, liefert sie reichlich Nektar für Bestäuber. Besonders hervorzuheben ist ihre Bedeutung als Raupenfutterpflanze für spezialisierte Falter. Hierzu zählen die Morpheus-Staubeule (Caradrina morpheus), der Gemeine Blütenspanner (Eupithecia vulgata) und der markante Stachelbeer-Harlekin (Abraxas grossulariata). Da sie als Archaeophyt (Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde) oder indigen gilt, ist sie perfekt in unser heimisches Ökosystem integriert und bietet eine verlässliche Lebensgrundlage für diese Insektenarten.
Die Purpur-Waldfetthenne wird als nicht kindersicher eingestuft. Auch wenn sie keine schweren Vergiftungen verursacht, kann der Verzehr von Pflanzenteilen bei kleinen Kindern oder Haustieren zu Magen-Darm-Beschwerden führen. Es empfiehlt sich, die Pflanze so zu platzieren, dass sie nicht zum direkten Probieren einlädt.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jul – Sep
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Nektarwert
4
Pollenwert
4
Wähle einen vollsonnigen Standort (Ellenberg Licht 8) mit mindestens sechs Stunden direkter Sonne pro Tag.
Der Boden sollte ein normaler Gartenboden sein, der nicht zu nährstoffreich ist (Mittelzehrer).
Achte auf gute Durchlässigkeit, da die Pflanze trockene Standorte bevorzugt und keine Staunässe verträgt.
Pflanze die Fetthenne idealerweise im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst bis zum ersten Bodenfrost.
Halte beim Einsetzen einen Abstand von etwa 30 bis 40 Zentimetern ein, damit sich die Pflanze gut ausbreiten kann.
Ein Rückschnitt der vertrockneten Stängel erfolgt erst im zeitigen Frühjahr, kurz bevor der neue Austrieb erscheint.
Die Vermehrung ist unkompliziert durch Teilung des Wurzelstocks im Frühjahr möglich.
Gute Partnerin: Die Färber-Hundskamille (Anthemis tinctoria) — sie liebt ebenfalls die Sonne und ergänzt das Nahrungsangebot für Insekten perfekt.
Die Purpur-Waldfetthenne (Hylotelephium telephium) gehört zur Familie der Dickblattgewächse (Crassulaceae) und ist in Deutschland und Österreich indigen (ursprünglich heimisch). In der Natur besiedelt sie bevorzugt sonnige Waldränder oder trockene Gebüschsäume. Als Sukkulente (Pflanze mit wasserspeicherndem Gewebe) besitzt sie die Fähigkeit, Feuchtigkeit in ihren Blättern zu speichern, was sie extrem widerstandsfähig gegen Hitze macht. Ihr Wuchs ist horstig, wobei die aufrechten Stängel eine markante Präsenz im herbstlichen Garten zeigen.
3 Videos zu Purpur-Waldfetthenne (Artengruppe)



7 Arten interagieren mit dieser Pflanze
3 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•EuPPollNet — Kuppler et al. (2025), DOI: 10.1111/geb.70000 (CC BY 4.0)
•Database of Pollinator Interactions (DoPI) — Pocock et al. (2022), DOI: 10.1002/ecy.3801 (CC BY)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
•Foto: © Copyright 2021 Yvonne Huijbens, All riqhts reserved. / Adobe Stock / AdobeStock_453766111
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