Bild folgtKI-generierte IllustrationHypericum aciferum
Du erkennst Hypericum aciferum an ihren schmalen, fast nadelartigen Blättern und dem kompakten Wuchs, der sie perfekt vor Verdunstung in der prallen Sonne schützt. Diese Art ist eine echte Spezialistin für die trockensten und wärmsten Ecken in deinem Garten, wo sie selbst bei extremer Hitze noch gut gedeiht. In deinem Naturgarten besetzt sie ökologische Nischen auf Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen), die für die meisten anderen Pflanzen zu lebensfeindlich sind. Da für diese spezielle Art noch keine detaillierten Bestäubungsdaten vorliegen, lädt sie dich dazu ein, selbst zum Beobachter zu werden und zu entdecken, welche Insekten sie besuchen. Für dich als Gärtner ist sie ein spannender Akzent für schwierige Kalkstandorte.
Hitzekünstlerin für Kalkstandorte: Ein seltener Schatz für sonnenverwöhnte Gärten.
Nach aktuellen ökologischen Standortdaten ist diese Art eine wichtige Pionierin auf extrem mageren und wärmebegünstigten Flächen. Sie trägt zur Stabilisierung von Pflanzengesellschaften auf Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) bei, die oft als Rückzugsorte für spezialisierte Arten dienen. Durch ihre Anpassung an sehr hohe Temperaturen ist sie eine zukunftssichere Wahl für Gartenbereiche, die starker Hitze ausgesetzt sind. Da keine spezifischen Daten zu Bestäubern vorliegen, liegt ihr Wert vor allem in der Erhöhung der pflanzlichen Vielfalt auf kargen Böden. Die Samenstände können über den Winter stehen gelassen werden und bieten so Struktur für bodennah lebende Kleintiere.
Bitte beachte, dass Hypericum aciferum als nicht kindersicher eingestuft wird. In Gärten, in denen kleine Kinder spielen, solltest du sie daher mit Bedacht platzieren oder außerhalb der direkten Reichweite pflanzen. Wie bei vielen Johanniskrautgewächsen ist ein sachgemäßer Umgang ratsam, um mögliche Überempfindlichkeiten bei Kontakt zu vermeiden.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
—
Blütezeit
—
Bioregion
Continental
Wähle einen vollsonnigen Platz (Lichtwert 7), der täglich mindestens sechs Stunden direkte Sonne erhält.
Sorge für einen sehr trockenen Boden (Feuchtewert 1), da die Pflanze empfindlich auf zu viel Nässe reagiert.
Da sie ein Schwachzehrer (Nährstoffwert 3) ist, solltest du den Boden eher abmagern und auf keinen Fall düngen.
Die Pflanze benötigt ein kalkhaltiges bis basisches Milieu (Reaktionswert 8), was du bei Bedarf durch die Zugabe von Gartenkalk unterstützen kannst.
Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), sofern der Boden nicht gefroren ist.
Halte den Standort offen und achte darauf, dass sie nicht von starkwüchsigen Gräsern bedrängt wird.
Gute Partnerin: Die Kartäuser-Nelke (Dianthus carthusianorum) – sie teilt die Vorliebe für trockene Kalkstandorte und ergänzt das ökologische Bild perfekt.
Die Pflanze gehört zur Gattung Johanniskraut (Hypericum) innerhalb der Familie der Johanniskrautgewächse (Hypericaceae) und der Ordnung der Malpighienartigen (Malpighiales). In Deutschland besiedelt sie bevorzugt extreme Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) und ist an kalkhaltige (basische) Böden gebunden. Ein charakteristisches Merkmal ist ihre extreme Wärmeliebhaberei, was sich in ihrer Spezialisierung auf Standorte mit sehr hohen Temperaturwerten ausdrückt. Morphologisch ist sie durch ihre feinen Blätter hervorragend an trockene, felsige Standorte und magere Weideflächen angepasst.
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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