Bild folgtKI-generierte IllustrationHypericum elodes
Auch bekannt als: Sumpfjohanniskraut, Sumpf-Johanniskraut
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
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Wirtsbeziehungen
Arten
Wer das Sumpf-Hartheu (Hypericum elodes) einmal gesehen hat, vergisst es nicht: Mit seinen weich behaarten, fast filzigen Blättern und den zartgelben Blüten, die nur bei direktem Sonnenlicht ihre volle Pracht zeigen, hebt es sich deutlich ab. Für den Naturgarten ist diese Art ein echter Gewinn, da sie als spezialisierte Raupennahrung für seltene Falter wie den Großen Johanniskraut-Spanner und die Moor-Primuleule (Orthosia gracilis) dient. Da die Pflanze in der freien Natur stark gefährdet ist, leistest du mit ihrer Ansiedlung am Teichrand einen aktiven Beitrag zum Artenschutz. Hol dir dieses kleine Juwel in dein Sumpfbeet und beobachte, wie das Leben einzieht.
Stark gefährdete Rarität: Dein flauschiger Helfer für seltene Spanner-Falter
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Das Sumpf-Hartheu ist eine ökologische Schlüsselspezies für spezialisierte Schmetterlinge. Nach aktuellen Beobachtungsdaten dient es als wichtige Raupenfutterpflanze für den Großen Johanniskraut-Spanner und die Moor-Primuleule (Orthosia gracilis). Ebenfalls finden die Raupen des Satyr-Blütenspanners (Eupithecia satyrata) und des Magerrasen-Blütenspanners (Eupithecia subumbrata) hier ihre Nahrung. Während viele Insekten die Blüten zur Nektaraufnahme nutzen, sichern die im Herbst reifenden Samen das Überleben kleinerer Vogelarten in der kalten Jahreszeit. Da die Pflanze in der Natur selten geworden ist, fungiert dein Garten als wertvolles Refugium für diese abhängigen Arten.
Achtung, das Sumpf-Hartheu wird als nicht kindersicher eingestuft. Wie viele Mitglieder seiner Gattung enthält es Wirkstoffe, die bei Verzehr oder Hautkontakt in Verbindung mit Sonnenlicht Reizungen auslösen können. Es besteht jedoch keine Verwechslungsgefahr mit hochgiftigen Arten der Sumpfzone. Zur Sicherheit sollten kleine Kinder beim Entdecken im Garten beaufsichtigt werden.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Aug – Sep
Bodenreaktion
Sauer (Säurezeiger)
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.18 m
Damit das Sumpf-Hartheu bei dir gedeiht, braucht es einen Standort in voller Sonne. Die Pflanze ist auf extrem feuchte Bedingungen angewiesen – ideal ist die Sumpfzone deines Teichs oder ein dauerhaft nasses Moorbeet. Als Schwachzehrer (Pflanze mit geringem Nährstoffbedarf) benötigt sie einen mageren, kalkarmen Boden; herkömmliche Blumenerde ist meist zu nährstoffreich.
Pflanzzeit: Idealerweise setzt du die Pflanze von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November.
Boden: Nutze ein Gemisch aus Sand und ungedüngtem Substrat.
Wasser: Der Boden sollte nie austrocknen; eine Wassertiefe von bis zu 5 Zentimetern wird gut vertragen.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich, da die Pflanze über wintergrüne Ausläufer verfügt.
Vermehrung: Die Art breitet sich über kriechende Triebe selbstständig aus.
Kombination: Eine gute Nachbarin ist die Sumpf-Schwertlilie (Iris pseudacorus). Beide teilen die Vorliebe für nasse Standorte, wobei die Schwertlilie dem niedrigen Hartheu optische Struktur verleiht.
Das Sumpf-Hartheu (Hypericum elodes) gehört zur Familie der Johanniskrautgewächse (Hypericaceae) und ist in Deutschland sowie Österreich heimisch. Sein natürliches Verbreitungsgebiet umfasst vor allem das atlantische Europa, wobei es in Mitteleuropa bevorzugt in nährstoffarmen Mooren und an Schlammufern vorkommt. Morphologisch ist es durch seine kriechende Wuchsform und die dichte, samtene Behaarung der Stängel und Blätter gekennzeichnet. In der regionalen Flora wird es auf der Roten Liste in der Kategorie 2 (stark gefährdet) geführt, was seine Seltenheit unterstreicht.
3 Videos zu Sumpf-Hartheu



4 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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