Bild folgtKI-generierte IllustrationHypericum humifusum
Auch bekannt als: Niederliegendes Johanniskraut, millepertuis couché, Niederliegendes Johanneskraut
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Arten
interagieren
7
Interaktionen
dokumentiert
Du erkennst das Liegende Hartheu an seinen fadenförmigen, flach auf dem Boden ausgebreiteten Stängeln und den leuchtend gelben Blüten, deren Kelchblätter oft feine schwarze Drüsenpunkte tragen. Diese unscheinbare Pflanze ist ein wahrer Überlebenskünstler auf mageren Böden und bietet einen hohen ökologischen Wert für deinen Garten. Besonders Singvögel wie der Distelfink (Carduelis carduelis) oder der Girlitz (Serinus serinus) profitieren von den Samen als winterliche Nahrungsquelle. Wenn du offene Bodenstellen auf sandigem Grund hast, ist diese Art die perfekte Wahl. Trau dich ruhig an diesen kleinen Bodendecker heran, um die Artenvielfalt direkt vor deiner Terrassentür zu fördern.
Ein gelber Blütenteppich, der als Wintertankstelle für heimische Singvögel dient.
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Nach aktuellen Beobachtungsdaten ist das Liegende Hartheu eine wertvolle Futterpflanze für die heimische Vogelwelt. Vor allem in den kargen Wintermonaten picken Vögel wie der Distelfink (Carduelis carduelis), der Girlitz (Serinus serinus) und der Buchfink (Fringilla coelebs) die nahrhaften Samen aus den Kapseln. Auch das Rotkehlchen (Erithacus rubecula) und die Mönchsgrasmücke (Sylvia atricapilla) nutzen die Bestände zur Nahrungssuche. Da die Pflanze oft dort wächst, wo andere Arten aufgrund des Nährstoffmangels scheitern, schließt sie wichtige Lücken im Biotopverbund deines Gartens. So sicherst du das Überleben vieler Standvögel während der Frostperioden.
Bitte beachte, dass das Liegende Hartheu als nicht kindersicher eingestuft wird. Wie bei vielen Johanniskräutern können die Inhaltsstoffe bei Hautkontakt in Kombination mit starkem Sonnenlicht phototoxische Reaktionen (Hautreizungen) hervorrufen. In Gärten mit kleinen Kindern solltest du die Pflanze daher eher in unzugänglichere Bereiche setzen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jun – Okt
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.08 m
Wähle einen vollsonnigen Platz im Garten aus, damit die Pflanze kompakt wächst.
Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein, darf aber im Sommer nicht völlig austrocknen.
Achte darauf, dass der Boden mager ist (Schwachzehrer), da die Pflanze keine hohen Stickstoffmengen verträgt.
Ideale Pflanzzeiten sind das Frühjahr von März bis Mai oder der Herbst von September bis November.
Die Vermehrung klappt unkompliziert über die feinen Samen, die bei offenem Boden keimen.
Auf Düngung solltest du komplett verzichten, um den natürlichen Wuchscharakter zu erhalten.
Lass die verblühten Triebe über den Winter stehen, um die Samen für Vögel zugänglich zu machen.
Ein Rückschnitt im frühen Frühjahr fördert den Neuaustrieb der liegenden Triebe.
Gute Partnerin: Die Heide-Nelke (Dianthus deltoides) – beide teilen die Vorliebe für nährstoffarme, sandige Standorte und bilden gemeinsam ein harmonisches Bild.
Diese Kombination fördert zudem verschiedene spezialisierte Insektenarten der Sandökosysteme.
Das Liegende Hartheu (Hypericum humifusum) gehört zur Familie der Johanniskrautgewächse (Hypericaceae) innerhalb der Ordnung der Malpighienartigen (Malpighiales). Es ist in weiten Teilen Mitteleuropas heimisch und besiedelt bevorzugt Heideflächen, Waldwege und lückige Rasen. Charakteristisch sind die zweikantigen Stängel und die elliptischen Blätter, die beim Gegen-das-Licht-Halten oft durchscheinend punktiert wirken. Als Pionierpflanze besiedelt sie schnell offene, kalkarme Erdstellen in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
7 weitere Arten besuchen die Blüten
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →