Bild folgtKI-generierte IllustrationIberis linifolia
Auch bekannt als: Iberis linifolia
An ihren zierlichen, doldenartig angeordneten Blüten in Weiß bis zartem Violett lässt sich die Mittlere Schleifenblume (Iberis linifolia) sofort erkennen. Da sie auf der Roten Liste 2 (stark gefährdet) geführt wird, ist sie eine echte Besonderheit für deinen Naturgarten. Als Spezialistin für kalkreiche Standorte besiedelt sie ökologische Nischen, die für viele andere Pflanzen zu trocken und karg sind. Wer sie im Garten ansiedelt, hilft dabei, eine seltene einheimische Art vor dem Verschwinden zu bewahren. Sie dient als wertvolle Nektarquelle in den heißen Sommermonaten Juni und Juli. Hast du schon einen sonnigen Platz für diesen seltenen Gast gefunden?
Stark gefährdete Rarität: Retten Sie die Mittlere Schleifenblume in Ihrem Garten.
Die Mittlere Schleifenblume blüht in den Monaten Juni und Juli und schließt damit eine wichtige Lücke im Nahrungsangebot des Hochsommers. Da sie auf kalkhaltige Trockenstandorte spezialisiert ist, unterstützt sie die spezifische Biodiversität (Vielfalt der Arten) dieser gefährdeten Lebensräume. In deinem Garten wirkt sie als Trittsteinbiotop (vernetzendes Element für wandernde Arten) für Insekten, die auf Kreuzblütler angewiesen sind. Auch wenn spezifische Bestäubungsdaten für diese seltene Art kaum vorliegen, ist sie als einheimischer Archäophyt fest in das regionale Ökosystem eingebunden. Ihre Samenstände können im Spätherbst eine kleine Nahrungsreserve für Vögel darstellen.
Die Mittlere Schleifenblume ist laut Datenbank als nicht kindersicher eingestuft. Sie sollte daher nicht in unmittelbarer Reichweite von Kleinkindern gepflanzt werden, um ein versehentliches Verschlucken von Pflanzenteilen zu verhindern. Besondere Vorsicht ist auch bei Haustieren geboten.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jun – Jul
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.353 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Platz (Ellenberg Licht 8: mindestens 6 bis 8 Stunden direkte Sonne).
Der Boden muss mager und nährstoffarm sein (Schwachzehrer: verzichte konsequent auf Dünger).
Achte auf eine gute Drainage, da sie trockene bis mäßig feuchte Standorte bevorzugt (Feuchtewert 4).
Die Pflanze benötigt Kalk (Reaktionswert 8: basische Böden mit hohem Kalkgehalt).
Pflanzzeit: Setze junge Exemplare im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis Oktober).
Halte den Bereich offen und vermeide Konkurrenz durch starkwüchsige Gräser.
Pflege: Ein leichter Rückschnitt nach der Blüte fördert die Vitalität, ist aber nicht zwingend notwendig.
Gute Partnerin: Das Gewöhnliche Sonnenröschen (Helianthemum nummularium) — es hat identische Ansprüche an Kalk und Sonne und ergänzt das Blütenbild ideal.
Die Mittlere Schleifenblume gehört zur Familie der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae) und zur Ordnung der Senfartigen (Brassicales). Sie ist in der Region indigen (einheimisch) und kommt natürlicherweise in Kalk-Magerrasen (nährstoffarme, kalkreiche Wiesen) sowie an sonnigen Felsstandorten vor. Morphologisch fallen die typischen vierzähligen Blüten auf, bei denen die beiden äußeren Kronblätter deutlich größer sind als die inneren. Als Krautige Pflanze bildet sie lockere Bestände und lebt in einer AM (Arbuskulären Mykorrhiza), einer engen Symbiose mit Bodenpilzen zur Nährstoffaufnahme.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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