Bild folgtKI-generierte IllustrationImpatiens capensis
Auch bekannt als: Kap-Springkraut, Impatiens capensis
7
Arten
interagieren
12
Interaktionen
dokumentiert
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Wirtsbeziehungen
Arten
Auffällig sind die leuchtend orangefarbenen, schuhförmigen Blüten mit ihren charakteristischen rötlich-braunen Punkten. Das Orangefarbene Springkraut (Impatiens capensis) ist eine wertvolle Bereicherung für feuchte Gartenbereiche, da es bis in den Oktober hinein eine wichtige Nahrungsquelle bietet. Besonders der Mittlere Weinschwärmer (Deilephila elpenor) nutzt die Pflanze als Kinderstube für seine Raupen. Auch Honigbienen schätzen den spät im Jahr verfügbaren Nektar sehr. Wenn du einen eher nassen Boden im Halbschatten hast, kannst du mit dieser Art gezielt spezialisierte Falter unterstützen und gleichzeitig ein echtes Naturschauspiel erleben.
Spätblüher-Magnet: Orangefarbenes Buffet für Schwärmer und Honigbienen.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist das Orangefarbene Springkraut eine wichtige Anlaufstelle für den Kleinen Kohlweißling (Pieris rapae) und die Honigbiene (Apis mellifera). Besonders hervorzuheben ist die Funktion als Raupenfutterpflanze für den Mittleren Weinschwärmer (Deilephila elpenor) und den Springkraut-Blattspanner (Xanthorhoe biriviata). Die Samen, die ein Gewicht von 5,8343 mg aufweisen, dienen Vögeln wie dem Kanada-Kleiber (Sitta canadensis) als Nahrung. Durch die lange Blütezeit von Juli bis Oktober schließt die Art eine Versorgungslücke für Insekten im Spätsommer, wenn viele andere Wildpflanzen bereits verblüht sind.
Das Orangefarbene Springkraut ist laut Datenbank nicht als kindersicher eingestuft. In einem Familiengarten mit kleinen Kindern ist daher Vorsicht geboten, da Teile der Pflanze bei Verzehr Unwohlsein auslösen können. Als reine Zier- und Ökopflanze in Randbereichen ist sie jedoch unbedenklich und bereichert die Artenvielfalt enorm.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Jul – Okt
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
1.305 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Ellenberg Licht 6: Wähle einen Platz im Halbschatten, an dem die Pflanze vor praller Mittagssonne geschützt ist.
Feuchte 8: Der Boden sollte dauerhaft feucht bis nass sein; ideal ist ein Standort in Teichnähe oder an einer sickerfeuchten Stelle.
Nährstoffe 6/Starkzehrer: Die Pflanze benötigt einen fetten, nährstoffreichen Boden; arbeite bei Bedarf etwas Kompost ein.
Reaktion 7: Ein kalkhaltiger oder basischer Boden (niedriger Säuregehalt) wird bevorzugt.
Pflanzzeit: Setze Jungpflanzen im Frühjahr zwischen April und Mai aus, sobald keine starken Fröste mehr drohen.
Wuchshöhe: Beachte bei der Planung die stattliche Höhe von 1.3 m.
Vermehrung: Die Pflanze sät sich durch ihre Springfrüchte selbst aus; die Samen wiegen etwa 5,8 mg und werden über kurze Distanzen geschleudert.
Gute Partnerin: Die Sumpf-Dotterblume (Caltha palustris) – sie liebt die gleiche Feuchtigkeit und ergänzt das Springkraut mit ihrer frühen Blüte im Frühjahr optimal.
Das Orangefarbene Springkraut gehört zur Familie der Balsaminengewächse (Balsaminaceae) und stammt ursprünglich aus Nordamerika, gilt bei uns also als Neophyt (nach dem Jahr 1492 eingewanderte Pflanzenart). In Deutschland und der Schweiz besiedelt es bevorzugt feuchte Standorte wie Bachufer oder Erlenbruchwälder (sumpfige, zeitweise überschwemmte Wälder). Die krautige Pflanze erreicht eine Wuchshöhe von 1.3 m und bildet saftige, fast durchsichtige Stängel aus. Ein besonderes Merkmal ist die Mykorrhiza (Symbiose zwischen Pilzwurzeln und Pflanze) vom Typ AM (Arbuskuläre Mykorrhiza), die der Pflanze hilft, Nährstoffe effizienter aufzunehmen.
4 Arten interagieren mit dieser Pflanze
2 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →