Bild folgtKI-generierte IllustrationInula dysenterica
Auch bekannt als: Inula dysenterica
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Unverwechselbar ist die Ruhrwurz (Inula dysenterica) an ihren goldgelben Strahlenblüten und den welligen, graufilzigen Blättern, die den Stängel herzförmig umschließen. Als Bewohnerin feuchter Standorte bringt sie Leuchtkraft in Gartenbereiche, die für viele andere Stauden zu nass sind. Für den Naturgarten ist sie eine wertvolle Bereicherung, da sie spezialisierten Tagfaltern wie dem Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) oder dem Östlichen Scheckenfalter (Melitaea ornata) als wichtige Nahrungsquelle dient. Mit ihrer späten Blütezeit füllt sie die oft kritische Versorgungslücke im Hochsommer. Wenn du eine robuste Pflanze für feuchte Wiesen oder Teichränder suchst, ist diese heimische Schönheit genau die richtige Wahl für dich.
Goldgelber Spätblüher: Die rettende Nektarquelle für seltene Scheckenfalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Ruhrwurz eine lebenswichtige Tankstelle für eine Vielzahl von Schmetterlingen. Besonders die Gruppe der Scheckenfalter profitiert massiv: Arten wie der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe), der Östliche Scheckenfalter (Melitaea ornata) und der Graubündner Scheckenfalter (Melitaea varia) suchen die Blüten gezielt auf. Auch Wanderfalter wie der Amerikanische Distelfalter (Vanessa virginiensis) nutzen das Nektarangebot. Da die Pflanze eine arbuskuläre Mykorrhiza (eine spezielle Form der Pilz-Wurzel-Symbiose) eingeht, fördert sie zudem ein gesundes Bodenleben. Ihre späte Blüte von Juli bis September sichert das Überleben vieler Insekten in einer Zeit, in der das restliche Blütenangebot oft schon nachlässt.
Die Ruhrwurz wird als nicht kindersicher eingestuft. Wie viele Korbblütler enthält sie Inhaltsstoffe, die bei Hautkontakt allergische Reaktionen oder Reizungen hervorrufen können. In Haushalten mit kleinen Kindern sollte sie daher außerhalb der direkten Spielbereiche gepflanzt werden. Eine Verwechslung mit stark giftigen Arten ist aufgrund der spezifischen, graufilzigen Blätter und des Standortes kaum möglich.
Licht
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Feuchtigkeit
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Boden
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Blütezeit
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Bioregion
Continental
Wähle einen vollsonnigen Platz, an dem der Boden gleichmäßig feucht bleibt.
Die Pflanze bevorzugt schwere, kalkhaltige und nährstoffreiche Böden.
Setze die Ruhrwurz idealerweise im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst bis Ende November in die Erde.
Da sie über Ausläufer wandert, solltest du ihr etwa 40 bis 50 Zentimeter Platz zu Nachbarpflanzen lassen.
Achte darauf, dass der Boden auch im Sommer nie ganz austrocknet; ein Platz am Teichrand ist ideal.
Die Pflanze lebt in einer AM-Mykorrhiza (Symbiose zwischen Wurzeln und Bodenpilzen), weshalb du auf chemischen Dünger verzichten solltest.
Ein Rückschnitt der vertrockneten Stängel erfolgt erst im späten Februar, um Überwinterungsgäste zu schützen.
Vermehren lässt sie sich am einfachsten durch Teilung des Wurzelstocks im Frühjahr.
Gute Partnerin: Der Gewöhnliche Blutweiderich (Lythrum salicaria) – beide Arten teilen die Vorliebe für nasse Standorte und bieten gemeinsam ein Buffet für Bestäuber.
Die Ruhrwurz gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist innerhalb der Gattung der Alante (Inula) in Deutschland fest beheimatet. Ihr natürliches Vorkommen erstreckt sich über wechselfeuchte Wiesen, Gräben und Uferbereiche. Ein charakteristisches Merkmal ist der dichte, wollige Haarfilz auf der Blattunterseite, der sie vor Verdunstung schützt. Botanisch bemerkenswert ist ihre Symbiose mit Mykorrhiza-Pilzen (AM - Arbuskuläre Mykorrhiza), einem Geflecht aus Pilzfäden im Boden, das die Pflanze bei der Nährstoffaufnahme unterstützt.
6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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