
Inula salicina
Auch bekannt als: Weidenalant, Weiden-Alant
18
Arten
interagieren
200
Interaktionen
dokumentiert
An den schmalen, weidenähnlichen Blättern und den strahlend gelben Korbblüten lässt sich der Weidenblättrige Alant (Inula salicina) sofort erkennen. Er ist eine wertvolle Bereicherung für deinen Naturgarten, da er als heimischer Korbblütler eine wichtige Nahrungsquelle in der zweiten Jahreshälfte darstellt. Da die Art auf der Vorwarnliste der Roten Liste steht, leistest du mit seiner Ansiedlung einen echten Beitrag zum Erhalt der regionalen Flora. Er passt hervorragend in sonnige Magerwiesen und bringt eine natürliche Wildheit in deine Beete. Trau dich ruhig an diesen Spezialisten heran, er ist im Garten unkomplizierter, als sein seltener Status vermuten lässt.
Heimische Seltenheit: Strahlendes Gelb für magere Kalkböden bis in den Oktober.
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Der Weidenblättrige Alant ist durch seine lange Blütezeit von Juni bis Oktober eine verlässliche Tankstelle für heimische Bestäuber. Da er zu den Korbblütlern zählt, ist sein Nektar für viele Insektengruppen leicht erreichbar. Seine sehr leichten Samen werden im Spätherbst durch den Wind verbreitet und bieten kleinen Singvögeln eine wichtige Nahrungsquelle vor dem Winter. Durch die tiefe Verwurzelung und die Symbiose mit Mykorrhiza-Pilzen verbessert er die Bodenstruktur auf mageren Standorten. Da er in der freien Natur seltener wird (Rote Liste V), bietet dein Garten ihm einen wichtigen Rückzugsort.
Der Weidenblättrige Alant wird als nicht kindersicher eingestuft. Ein Verzehr der Pflanzenteile sollte daher vermieden werden. Sollte es dennoch zu einer Aufnahme kommen und Unwohlsein auftreten, kontaktiere bitte den Giftnotruf unter 0228 19 240. Im normalen gärtnerischen Umgang ist die Pflanze jedoch unproblematisch.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jun – Okt
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.48 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Licht: Wähle einen vollsonnigen Platz (Lichtwert 8), damit die Pflanze ihre volle Blütenpracht entwickelt.
Boden: Der Untergrund sollte mager sein (Schwachzehrer). Zu viel Dünger führt dazu, dass die Pflanze mastig wird und umkippt.
Kalk: Als kalkliebende Art (Reaktionswert 8) freut sie sich über basische Bodenverhältnisse; gib bei Bedarf etwas Kalk hinzu.
Feuchtigkeit: Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein, wobei Staunässe unbedingt zu vermeiden ist.
Pflanzzeit: Der April ist ideal für die Pflanzung im Frühjahr, sobald der Boden offen und frostfrei ist.
Abstand: Setze die Pflanzen mit etwa 30 bis 40 cm Abstand, damit sie sich gut ausbreiten können.
Pflege: Lass die Stängel über den Winter stehen. Die leichten Samen (0,2012 mg) dienen als natürliche Ausbreitungsreserve.
Pflanzpartner: Die Echte Schlüsselblume (Primula veris) ist eine ideale Nachbarin, da sie dieselben Ansprüche an kalkhaltige, magere Standorte stellt.
Der Weidenblättrige Alant gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae). In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist er vor allem in Kalk-Halbtrockenrasen (artenreiche Wiesen auf kalkhaltigem Boden) und an sonnigen Waldrändern zu Hause. Mit einer Wuchshöhe von genau 0,48 m bleibt er kompakt und standfest. Seine derben, breitblättrigen Blätter umschließen den Stängel teilweise, was ihn optisch von anderen Alant-Arten abhebt. Als indigene Pflanze ist er perfekt an unser Klima angepasst und geht im Boden eine vorteilhafte AM-Mykorrhiza (Symbiose mit Bodenpilzen) ein.
2 Videos zu Weidenblättriger Alant


17 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_362306409
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