Bild folgtKI-generierte IllustrationIris germanica
Auch bekannt als: Iris Barbata, Bart-Iris
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
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Wirtsbeziehungen
Arten
An ihren schwertförmigen Blättern und den großen, violetten Blüten mit dem charakteristischen gelben Bart lässt sich die Deutsche Schwertlilie (Iris germanica) sofort erkennen. Sie ist ein wertvoller Archäophyt (eine Pflanze, die bereits vor 1492 bei uns heimisch wurde) und bietet eine lange Blütezeit für trockene Gartenbereiche. In deinem Naturgarten dient sie als wichtige Anlaufstelle für die Honigbiene und wird von Faltern wie der Ampfer-Eule (Acronicta rumicis) besucht. Durch ihr schweres Diasporengewicht (Samenkörner von etwa 51,56 mg) breitet sie sich nur langsam über kurze Distanzen aus und bleibt ihrem Standort treu. Wenn du einen sonnigen, mageren Platz in deinem Garten hast, ist sie die ideale Wahl.
Hitzefeste Schönheit: Von April bis September ein Ankerpunkt für Honigbienen.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Pflanze eine wichtige Versorgungsstation für die Honigbiene, die durch die spezielle Blütenform gezielt zum Nektar geleitet wird. Auch die Ampfer-Eule (Acronicta rumicis) gehört zu den regelmäßigen Besuchern. Mit ihrer Blütezeit von April bis September stellt sie über ein halbes Jahr hinweg eine verlässliche Ressource dar. Da ihre Diasporen (Ausbreitungseinheiten) mit 51,5578 mg vergleichsweise schwer sind, erfolgt die Vermehrung eher lokal oder durch gelegentliche Tierverbreitung. Sie fördert so die kleinteilige Biodiversität direkt in deinem Beet, ohne andere Arten zu verdrängen.
Bitte beachte, dass die Deutsche Schwertlilie nicht als kindersicher eingestuft wird. Alle Pflanzenteile, insbesondere das Rhizom, enthalten Stoffe, die bei Verzehr oder Kontakt zu Unverträglichkeiten führen können. Im Falle einer versehentlichen Aufnahme solltest du den Giftnotruf unter 0228 19 240 kontaktieren. Trage beim Teilen der Pflanze am besten Gartenhandschuhe, um Hautirritationen vorzubeugen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Apr – Sep
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.425 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Ellenberg Licht 7: Wähle einen vollsonnigen Platz, sie benötigt viel Licht für die Blütenbildung.
Ellenberg Feuchte 3: Der Boden muss trocken sein, da die Wurzeln bei Nässe schnell faulen.
Ellenberg Nährstoffe 3: Als Schwachzehrer (Pflanze, die wenig Nährstoffe benötigt) fühlt sie sich auf magerem Boden wohl.
Boden: Ideal ist ein kalkhaltiger (basischer) Untergrund, wie der Zeigerwert 7 bestätigt.
Wuchshöhe: Sie erreicht im Garten genau 0,42 m.
Pflanzzeit: Setze sie im Frühjahr (März-Mai) oder Herbst (September-November) so flach, dass das Rhizom zur Hälfte aus der Erde schaut.
Pflege: Teile den Wurzelstock alle paar Jahre nach der Blüte, um die Pflanze zu verjüngen.
Pflanzpartner: Die Kartäuser-Nelke (Dianthus carthusianorum) ist eine ideale Begleiterin, da sie die gleichen mageren und trockenen Bedingungen bevorzugt.
Die Deutsche Schwertlilie gehört zur Familie der Schwertliliengewächse (Iridaceae) und ist als Kulturpflanze seit Jahrhunderten in Mitteleuropa verbreitet. Sie besiedelt bevorzugt Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) und sonnige Felsvorsprünge, was ihren Status als trockenheitsliebende Art unterstreicht. Morphologisch ist sie ein ausdauerndes Kraut, das den Winter in einem kräftigen Rhizom (einem waagerecht wachsenden Erdstamm) überdauert. Ihre Blätter sind breitflächig und erreichen oft eine Fläche von über 11.000 mm², was die Photosynthese an sonnigen Standorten optimiert.
1 Video zu Deutsche Schwertlilie

•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →