Bild folgtKI-generierte IllustrationIsolepis fluitans
Auch bekannt als: Scirpus fluitans
Du erkennst die Flutende Schuppensimse (Isolepis fluitans) an ihren zarten, grasartigen Halmen, die wie grüne Schleier auf der Wasseroberfläche fluten oder untergetaucht mitschwingen. Für deinen Naturgarten ist dieser seltene Gast ein echtes Juwel, da er nach aktuellen Bestandsdaten als stark gefährdet (Rote Liste 2) gilt. Obwohl keine spezifischen Bestäuberdaten vorliegen, bietet das dichte Geflecht wertvollen Lebensraum für Kleinstlebewesen im Wasser. In einem sauren Moorteich oder einer flachen Uferzone fühlt sie sich besonders wohl. Mit ihrer Ansiedlung trägst du aktiv zum Erhalt einer bedrohten, einheimischen Art bei und schaffst eine naturnahe Wasserlandschaft.
Stark gefährdeter Überlebenskünstler: Schütze seltene Natur in deinem Teich.
Als Art der Roten Liste 2 ist die Flutende Schuppensimse ein wichtiger Baustein für die regionale Biodiversität. In ihren feinen, untergetauchten Strukturen finden aquatische Lebewesen wie die Larven der Kleinen Pechlibelle (Ischnura pumilio) Schutz. Da sie bevorzugt in nährstoffarmen Gewässern wächst, dient sie als Bioindikator für eine hohe Wasserqualität. Die leichten Diasporen (Ausbreitungseinheiten der Samen) können über weite Strecken transportiert werden und besiedeln so neue Lebensräume. Auch wenn keine direkten Bestäubungsdaten vorliegen, ist sie ein integraler Bestandteil spezialisierter Pflanzengesellschaften, die vielen seltenen Arten als Rückzugsort dienen.
Bitte beachte, dass die Flutende Schuppensimse als nicht kindersicher eingestuft ist. Da sie zu den Sauergrasgewächsen gehört, sollte ein Verzehr vermieden werden. Im Falle einer unbeabsichtigten Aufnahme kontaktiere bitte umgehend den Giftnotruf unter der Nummer 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jun – Sep
Bodenreaktion
Sauer (Säurezeiger)
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Blattphänologie
Immergrün
Pflanzenhöhe
0.277 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Platz (Lichtwert 8), damit die Simse gut gedeihen kann.
Sorge für einen permanent nassen Standort oder eine Flachwasserzone (Feuchtewert 11).
Der Boden sollte ein Schwachzehrer-Substrat (nährstoffarmer Boden) sein; herkömmliche Teicherde ist meist zu nährstoffreich.
Achte darauf, dass das Substrat sauer (Reaktionswert 3) ist; verwende zum Auffüllen am besten kalkfreies Regenwasser.
Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühling von März bis Mai, damit die Pflanze vor dem Winter gut anwurzelt.
Beachte bei der Planung die Wuchshöhe von genau 0.28 m.
Die Vermehrung erfolgt oft selbstständig über die sehr leichten Samen (1.02 mg), die durch Wasserbewegung verbreitet werden.
Gute Partnerin: Das Schmalblättrige Wollgras (Eriophorum angustifolium) – es teilt die Vorliebe für saure, nährstoffarme Standorte und ergänzt die flutenden Halme durch seine weißen Fruchtstände.
Die Flutende Schuppensimse (Isolepis fluitans) gehört zur Familie der Sauergrasgewächse (Cyperaceae). Sie ist in Mitteleuropa indigen (einheimisch) und besiedelt bevorzugt nährstoffarme, kalkfreie Stillgewässer oder langsam fließende Gräben. Morphologisch zeichnet sie sich durch ihre verzweigten, beblätterten Stängel aus, die oft flutende Matten bilden. Anders als viele verwandte Arten trägt sie ihre kleinen, unauffälligen Ährchen direkt an den Spitzen der flutenden Triebe. Dieser Spezialist ist an extrem nährstoffarme Bedingungen angepasst, was ihn in unserer heute oft überdüngten Landschaft selten macht.
1 Video zu Flutende Schuppensimse
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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