Bild folgtKI-generierte IllustrationAstilbe japonica
2
Arten
interagieren
3
Interaktionen
dokumentiert
Mit ihren fedrigen, pyramidenförmigen Blütenrispen in Weiß oder zartem Rosa fällt die Japanische Prachtspiere sofort auf. Sie ist eine wertvolle Staude für schattige Gartenbereiche, die Feuchtigkeit lieben. Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren insbesondere seltene Schmetterlinge wie der Alpen-Apollo (Parnassius phoebus) und der Arktische Perlmuttfalter (Boloria tritonia) von ihrem Nektarangebot. Da sie eine Symbiose mit Arbuskulären Mykorrhizapilzen (Bodenpilze, die Nährstoffe gegen Kohlenhydrate tauschen) eingeht, verbessert sie die Bodenstruktur nachhaltig. Wenn Du eine robuste Pflanze für feuchte Senken suchst, die auch spezialisierten Faltern hilft, liegst Du hier genau richtig.
Feuchtigkeitsliebende Schattenkönigin und Magnet für seltene Apollofalter.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Die ökologische Bedeutung der Japanischen Prachtspiere liegt vor allem in ihrer Funktion als Nektarquelle für hochspezialisierte Gebirgs- und Kaltzeitrelikte unter den Faltern. Bestäubungsdaten zeigen, dass der Alpen-Apollo (Parnassius phoebus) und der Arktische Perlmuttfalter (Boloria tritonia) die Pflanze gezielt ansteuern. Durch die Arbuskuläre Mykorrhiza (AM) ist die Pflanze eng in das unterirdische Netzwerk des Gartens eingebunden und fördert die mikrobielle Vielfalt im Boden. In naturnahen Gärten bietet ihr dichtes Blattwerk zudem Schutz für Amphibien und bodennah lebende Insekten, die auf ein kühles Kleinklima angewiesen sind.
In Bezug auf die Gartensicherheit wird die Japanische Prachtspiere als nicht kindersicher eingestuft. Es ist ratsam, darauf zu achten, dass keine Pflanzenteile von Kleinkindern verschluckt werden. Eine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen heimischen Arten besteht aufgrund der charakteristischen Blütenrispen und der farnähnlichen Blätter jedoch kaum.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jun – Aug
Bioregion
Continental
Wähle einen Standort im Halbschatten oder Schatten, da die Pflanze empfindlich auf direkte Mittagssonne reagiert.
Der Boden sollte humos (reich an zersetzter organischer Substanz) und stets feucht sein; Staunässe wird meist gut vertragen.
Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden offen ist.
Halte die Erde auch in trockenen Sommern feucht, da die Blattränder sonst schnell braun werden.
Eine Mulchschicht aus Laub hilft, die Verdunstung zu reduzieren und den Boden kühl zu halten.
Düngung ist bei humosen Böden kaum nötig, eine Gabe Kompost im Frühjahr fördert jedoch die Blühfreude.
Die Vermehrung gelingt am besten durch Teilung des Wurzelstocks im zeitigen Frühjahr vor dem Austrieb.
Schneide die Pflanze erst im Spätwinter zurück, damit die vertrockneten Stängel Insekten als Winterquartier dienen können.
Gute Partnerin: Die Sumpf-Dotterblume (Caltha palustris) – beide teilen die Vorliebe für nasse Füße und ergänzen sich ökologisch an Teichrändern.
Die Japanische Prachtspiere (Astilbe japonica) gehört zur Familie der Steinbrechgewächse (Saxifragaceae) innerhalb der Ordnung der Steinbrechartigen. Obwohl ihr Name auf eine ferne Herkunft deutet, wird sie in unserer Region in Deutschland und Österreich als heimisch geführt. Sie besiedelt bevorzugt Standorte mit hoher Luftfeuchtigkeit und gleichmäßig feuchten Böden. Morphologisch besticht sie durch ihre doppelt gefiederten Blätter, die an Farne erinnern, und einen horstigen Wuchs (Wuchs in dichten Büscheln ohne Ausläufer).
•Middleton-Welling_2020
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →