Bild folgtKI-generierte IllustrationJuncus bulbosus subsp. bulbosus
Auch bekannt als: Juncus bulbosus subsp. bulbosus
3
Arten
interagieren
4
Interaktionen
dokumentiert
Du erkennst die Zwiebel-Binse an ihrem namensgebenden, zwiebelartig verdickten Stängelgrund und der zierlichen, nur 0,1 m hohen Wuchsform. In Deinem Garten ist dieser kleine Überlebenskünstler besonders wertvoll, da er feuchte Nischen besiedelt und wichtige Nahrung für Schmetterlinge bietet. Nach aktuellen Daten profitieren unter anderem der Rostfarbige Dickkopffalter (Ochlodes sylvanus) und das Braunauge (Lasiommata maera) von ihrer Anwesenheit. Mit ihrer Vorliebe für nasse Standorte passt sie perfekt an den Rand Deines Gartenteichs oder in eine feuchte Senke. Wenn Du einen naturnahen Wasserplatz gestalten willst, liegst Du mit dieser heimischen Art genau richtig.
Zierliches Kraftpaket: Die 10 cm kleine Binse für Schmetterlinge und Teichränder.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
network_loading_state
Die Zwiebel-Binse ist eine wertvolle Futterpflanze für spezialisierte Schmetterlingsarten. Nach aktuellen Bestäubungsdaten dient sie insbesondere dem Rostfarbigen Dickkopffalter (Ochlodes sylvanus) und dem Braunauge (Lasiommata maera) als Lebensgrundlage. Ihre Diasporen (Ausbreitungseinheiten) sind mit 0,0157 mg extrem leicht, was eine effektive Fernausbreitung durch den Wind (Anemochorie) ermöglicht. Durch die Arbuskuläre Mykorrhiza (AM) fördert sie zudem ein gesundes Bodenleben und ein stabiles Geflecht aus Pilzhyphen (feine Pilzfäden) im Wurzelraum. Damit trägt sie entscheidend zur mikrobiellen Vielfalt in feuchten Gartenbereichen bei.
Die Zwiebel-Binse gilt im Garten als nicht uneingeschränkt kindersicher. Sie ist zwar eine heimische Art ohne bekannte starke Giftwirkung, jedoch können die festen Halme bei unsachgemäßem Umgang mechanische Reize auslösen. Achte darauf, wenn kleine Kinder im Garten spielen. Im Zweifelsfall oder bei versehentlichem Verzehr kontaktiere bitte den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Blattphänologie
Immergrün
Pflanzenhöhe
0.101 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen Standort mit dauerhafter Feuchtigkeit, idealerweise in der Sumpfzone Deines Teiches.
Achte auf eine sonnige Lage, um den kompakten Wuchs von genau 0,1 m Höhe zu unterstützen.
Die Pflanzzeit liegt im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), solange der Boden offen ist.
Halte einen Pflanzabstand von etwa 15 cm ein, damit sich die kleinen Horste gut entwickeln können.
Eine besondere Bodenvorbereitung ist nicht nötig, solange der Untergrund niemals ganz austrocknet.
Da sie nicht verholzt, benötigt die Pflanze keinen Rückschnitt; alte Halme schützen das Herz der Pflanze im Winter.
Die Vermehrung erfolgt oft von selbst durch die extrem leichten Samen, die über weite Strecken vom Wind getragen werden.
Gute Partnerin: Die Sumpf-Dotterblume (Caltha palustris) ergänzt die Binse hervorragend an nassen Standorten und bietet ergänzende ökologische Nischen.
Die Zwiebel-Binse gehört zur Familie der Binsengewächse (Juncaceae) und ist in Mitteleuropa weit verbreitet. Ihr natürlicher Lebensraum umfasst Moore, feuchte Heiden und periodisch überschwemmte Uferzonen, die oft nährstoffarm sind. Morphologisch zeichnet sie sich durch eine breitblättrige Blattstruktur und die Fähigkeit aus, sowohl an Land als auch zeitweise untergetaucht zu wachsen. Trotz ihrer geringen Größe ist sie durch ihre Arbuskuläre Mykorrhiza (AM - eine Symbiose mit Bodenpilzen) bestens an karge Standorte angepasst. Als indigene (einheimische) Art ist sie ein fester Bestandteil unserer regionalen Flora.
3 Videos zu Zwiebel-Binse
3 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →