Bild folgtKI-generierte IllustrationJuncus minutulus
Auch bekannt als: Juncus minutulus
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Typisch für die Kleinste Binse (Juncus minutulus) sind ihre extrem zierlichen, grasartigen Halme, die oft kaum höher als zehn Zentimeter wachsen und dichte, unauffällige Horste bilden. In der ökologischen Gartenkultur ist dieser Archäophyt (eine Pflanzenart, die vor 1492 eingeführt wurde oder einwanderte) wertvoll, da er spezialisierten Schmetterlingen wie dem Rostfarbigen Dickkopffalter (Ochlodes sylvanus) einen Lebensraum bietet. Da sie in Deutschland auf der Roten Liste steht, leistest du mit ihrer Ansiedlung einen echten Beitrag zum Erhalt bedrohter Arten. In deinem Garten findet dieser Winzling oft an feuchten Pfadkanten oder am Rand kleiner Wasserstellen ein Plätzchen. Schau genau hin, um diesen kleinen Naturschatz nicht zu übersehen.
Kleiner Spezialist mit großer Wirkung: Ein seltener Rückzugsort für Falter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren vor allem Schmetterlinge wie der Rostfarbige Dickkopffalter (Ochlodes sylvanus) von der Kleinsten Binse. Auch der Mauerfuchs (Lasiommata maera) und das Kanaren-Waldbrettspiel (Pararge xiphioides) nutzen diese Art als Lebensraum. Unter der Erde geht die Pflanze eine AM-Mykorrhiza (eine Symbiose zwischen Wurzeln und Pilzen zur besseren Nährstoffaufnahme) ein. Als heimische Art, die auf der Roten Liste geführt wird, bietet sie eine wichtige Nische für die Biodiversität. Im Winter dienen die reifen Samen als wertvolle Futterquelle für kleine Singvögel.
Die Kleinste Binse wird als nicht kindersicher eingestuft, da ihre festen, oft spitzen Halme bei unvorsichtigem Kontakt zu mechanischen Verletzungen führen können. Es besteht jedoch keine Verwechslungsgefahr mit giftigen Arten. Die Pflanze selbst ist ungiftig, sollte aber aufgrund der Verletzungsgefahr nicht in direktem Spielbereich von Kleinkindern stehen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jun – Sep
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Wähle für die Kleinste Binse einen Standort in voller Sonne.
Die Bodenfeuchte sollte im Bereich Frisch liegen, was einer normalen, mäßig feuchten Gartenerde entspricht.
Als Mittelzehrer (Pflanzen mit mittlerem Nährstoffbedarf) benötigt sie keine zusätzliche Düngung.
Die ideale Pflanzzeit liegt zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis November.
Achte darauf, dass der Boden an der Pflanzstelle offen bleibt, da die Art konkurrenzschwach ist.
Die Vermehrung erfolgt meist unkompliziert durch die natürliche Selbstaussaat.
Ein Rückschnitt ist aufgrund der geringen Größe der Pflanze nicht erforderlich.
Lasse die Halme über den Winter stehen, um den Boden zu beschatten und Insekten zu schützen.
Die Pflanze bevorzugt kalkarme, leicht saure bis neutrale Bodenverhältnisse.
Gute Partnerin: Die Bach-Nelkenwurz (Geum rivale) – beide schätzen mäßig feuchte Standorte und ergänzen sich im Wuchsbild hervorragend.
Die Kleinste Binse gehört zur Familie der Binsengewächse (Juncaceae) innerhalb der Ordnung der Süßgrasartigen (Poales). Sie ist in Deutschland und Österreich indigen (einheimisch) und besiedelt bevorzugt offene, mäßig feuchte Standorte. Morphologisch (gestaltlich) zeichnet sie sich durch ihre sehr geringe Wuchshöhe und die für Binsen typischen, markigen Stängel aus. Als einjährig bis ausdauerndes Gewächs ist sie ökologisch eng mit Pionierstandorten verbunden.
3 Videos zu Kleinste Binse



3 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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