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Juncus sphaerocarpus
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Auch bekannt als: Juncus sphaerocarpus
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Arten
interagieren
4
Interaktionen
dokumentiert
An ihren fast perfekt kugelrunden Fruchtkapseln, die wie winzige Perlen an den Halmen aufgereiht sind, lässt sich die Kugelfrucht-Binse sofort erkennen. In unseren Gärten ist sie ein seltener Gast, der auf der Roten Liste steht und dringend Unterstützung braucht. Für Falter wie den Rostfarbigen Dickkopffalter (Ochlodes sylvanus) und das Braunauge (Lasiommata maera) bietet sie einen wertvollen Rückzugsort. Die Pflanze zeigt dir, dass auch das Unscheinbare eine große Wirkung für die Artenvielfalt hat. Mit der Ansiedlung dieser heimischen Art leistest du einen echten Beitrag zum Naturschutz in deiner Region. Probiere es einfach aus, sie ist viel robuster, als man denkt.
Rote-Liste-Art mit Kugelcharme: Schütze bedrohte Vielfalt in deinem Garten.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren vor allem Tagfalter von dieser Binse. Arten wie der Rostfarbige Dickkopffalter (Ochlodes sylvanus) und das Braunauge (Lasiommata maera) nutzen sie als Strukturgeber. Auch der Kanaren-Waldportier (Pararge xiphioides) wird in Fachdaten als Profiteur aufgeführt. Die Pflanze geht eine Arbuskuläre Mykorrhiza (AM, eine symbiotische Lebensgemeinschaft zwischen Pilzen und Pflanzenwurzeln) ein, was die Bodengesundheit maßgeblich verbessert. Im Winter dienen die verbliebenen Samenstände als wichtige Nahrungsquelle für kleine Singvögel. Da sie auf der Roten Liste der Stufe 2 (stark gefährdet) steht, ist sie ein hochkarätiger Baustein für den Erhalt der regionalen Biodiversität.
Die Kugelfrucht-Binse wird als nicht kindersicher eingestuft. Zwar gilt sie nach aktuellem Wissensstand als ungiftig, doch die festen, harten Halme können bei unvorsichtigem Kontakt oder beim Spielen zu mechanischen Reizungen oder kleinen Kratzern führen. Eine Verwechslungsgefahr mit giftigen Doppelgängern besteht aufgrund der markanten Kugelform der Früchte nicht.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jun – Aug
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Blattphänologie
Immergrün
Pflanzenhöhe
0,089 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Die Kugelfrucht-Binse (Juncus sphaerocarpus) gehört zur Familie der Binsengewächse (Juncaceae) in der Ordnung der Süßgrasartigen. Als Indigen oder Archäophyt (Pflanzen, die bereits vor 1492 bei uns heimisch waren) ist sie in Deutschland, Österreich und der Schweiz fest verwurzelt. Ihr Lebensraum umfasst wechselfeuchte, lichte Stellen auf mittelschweren Böden. Charakteristisch sind die namensgebenden runden Kapseln und der horstartige Wuchs mit stielrunden Halmen. Trotz ihrer Seltenheit ist sie morphologisch durch ihre Fruchtform gut von anderen Binsenarten zu unterscheiden.
3 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•TraitCH — CC BY 4.0TraitCH 2.0 contributors; imported as source-preserving NaturKompass taxon evidence.
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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Stand: 18.12.2025. Korrekturen können über das Feedback-Formular gemeldet werden.