Bild folgtKI-generierte IllustrationJuncus stygius
Auch bekannt als: Juncus stygius
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Unverwechselbar ist die Moor-Binse (Juncus stygius) durch ihre zierlichen Blütenköpfchen und die sehr kompakte Wuchshöhe von genau 0,16 Metern. Als Bewohnerin extremer Moore ist sie in unseren Breiten eine echte Rarität und leistet einen Beitrag zum Schutz vom Aussterben bedrohter Arten. Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren Schmetterlinge wie der Rostfarbige Dickkopffalter (Ochlodes sylvanus) und das Braunauge (Lasiommata maera) von diesem Binsengewächs. Wenn du eine Sumpfzone oder einen Moorkübel im Garten hast, gibst du dieser seltenen Pflanze ein wichtiges Refugium. Mit ihrer Vorliebe für nasse Füße bereichert sie Standorte, an denen andere Pflanzen aufgeben.
Rettung für die Moore: Die 0,16 m kleine Seltenheit für deine Sumpfzone.
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Die Moor-Binse ist eine hochspezialisierte Pflanze, die vor allem für die Artenvielfalt in feuchten Lebensräumen wichtig ist. Nach aktuellen Bestäubungsdaten wird sie von verschiedenen Faltern besucht, darunter der Rostfarbige Dickkopffalter (Ochlodes sylvanus) und das Braunauge (Lasiommata maera). Da sie als gefährdete Art auf der Roten Liste steht, fungiert sie im Garten als Gen-Reservoir für eine verschwindende Flora. Durch die Symbiose mit Bodenpilzen (AM - Arbuskuläre Mykorrhiza) unterstützt sie zudem ein stabiles Bodenökosystem in nassen Gartenbereichen. Auch wenn keine spezifischen Nektarmengen vorliegen, bietet sie Struktur und Lebensraum in einer ökologischen Nische.
Die Moor-Binse wird als nicht kindersicher eingestuft. Da sie keine gängige Nahrungspflanze ist und Binsen im Allgemeinen nicht für den Verzehr geeignet sind, solltest du beim Gärtnern mit Kindern achtsam sein. Im Falle eines versehentlichen Verzehrs oder bei Unsicherheiten kontaktiere bitte den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jul – Aug
Bodenreaktion
Sauer (Säurezeiger)
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Blattphänologie
Immergrün
Pflanzenhöhe
0.162 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Licht 8: Wähle einen vollsonnigen Platz, die Pflanze benötigt für eine gesunde Entwicklung viel direktes Licht.
Feuchte 9: Der Standort muss dauerhaft nass sein; ideal ist die Sumpfzone eines Teiches oder ein spezieller Moorkübel.
Nährstoffe 3: Als Schwachzehrer (Magerkünstler) verträgt sie keinen Dünger; nutze nährstoffarmes Substrat wie ungedüngtes Torfersatzgemisch für Moorbeetpflanzen.
Reaktion 4: Der Boden sollte neutral bis schwach sauer sein.
Pflanze die Binse im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst, solange der Boden offen und frostfrei ist.
Halte die Wuchshöhe von 0,16 m bei der Platzierung im Vordergrund deiner Pflanzung ein.
Pflege: Lass die Halme über den Winter stehen, um die Pflanze zu schützen; ein Rückschnitt ist meist nicht erforderlich.
Gute Partnerin: Die Schmalblättrige Wollgras (Eriophorum angustifolium) – sie teilt die Vorliebe für nasse, nährstoffarme Moorstandorte und ergänzt die Binse optisch perfekt.
Die Moor-Binse gehört zur Familie der Binsengewächse (Juncaceae) und ist eine indigene (ursprünglich heimische) Art in Deutschland und der Schweiz. Ihr natürlicher Lebensraum sind Hochmoore und Zwischenmoore, also extrem nasse, nährstoffarme und schwach saure Standorte. Morphologisch ist sie ein ausdauerndes, nicht verholztes Gras mit breitblättrigen Merkmalen, das durch seine geringe Größe auffällt. Mit einer Rote-Liste-Einstufung von 1 gilt sie in Deutschland als vom Aussterben bedroht, was ihre Ansiedlung im Garten naturschutzfachlich besonders wertvoll macht.
3 Videos zu Moor-Binse
3 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →