Bild folgtKI-generierte IllustrationAnacyclus clavatus
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An den keulenförmig verdickten Stielen direkt unter den Blütenköpfen lässt sich der Keulen-Bertram (Anacyclus clavatus) sofort erkennen. Diese Pflanze ist ein echter Geheimtipp für deinen sonnigen Naturgarten, da sie spezialisierten Faltern wie dem Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) eine wichtige Lebensgrundlage bietet. Auch der Kleine Feuerfalter (Lycaena phlaeas) schätzt die weißen Korbblüten (Blütenstände aus vielen Einzelblüten) als verlässliche Nektarquelle im Hochsommer. Mit seiner kompakten Form bringt er Struktur in trockene Beete und fördert gezielt die Artenvielfalt. Wenn du einen pflegeleichten und ökologisch wertvollen Akzent setzen möchtest, liegst du mit diesem Bertram genau richtig.
Weißer Korbblütler auf 0.45 m: Die Tankstelle für seltene Scheckenfalter.
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Diese Pflanze fördert Nützlinge, die Schädlinge natürlich regulieren — nachgewiesen durch Interaktionsdaten.
Siebenpunkt-Marienkäfer
Coccinella septempunctata
frisst Blattläuse · Cryptomyzus ulmeri · Muscaphis musciSynema globosum
frisst Blattläuse · Cryptomyzus ulmeri · Hyperomyzus zirnitsiDatengrundlage: GloBI · GBIF-Traits · Biologische Relationen (CC BY 4.0)
Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Keulen-Bertram eine Lebensversicherung für zahlreiche Falterarten. Scheckenfalter wie der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe), Melitaea varia und Melitaea ornata nutzen ihn intensiv. Auch die Baumwoll-Sonneneule (Heliothis peltigera) und die Baumwoll-Kapseleule (Helicoverpa armigera) gehören zu den regelmäßigen Besuchern. Der Kleine Feuerfalter (Lycaena phlaeas) findet hier reichlich Nahrung. Sogar Käfer wie der Halskäfer (Anthicidae) profitieren von dem Blütenangebot. Durch die leichten Diasporen (Ausbreitungseinheiten) trägt die Pflanze zur Vernetzung von Biotopen bei, da die Samen über weite Strecken vom Wind getragen werden.
Bitte beachte, dass der Keulen-Bertram als nicht kindersicher eingestuft wird. In Gärten mit kleinen Kindern ist daher Vorsicht geboten; die Pflanze sollte so platziert werden, dass sie nicht zum Verzehr einlädt. Es empfiehlt sich, bei der Gartenarbeit Handschuhe zu tragen, falls man empfindlich auf Korbblütler reagiert.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
—
Blütezeit
Jun – Jul
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.45 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz (Ellenberg Licht 8), an dem die Pflanze viel direkte Wärme genießen kann.
Boden: Der Boden sollte trocken sein (Feuchte 3) und einen mittleren Nährstoffgehalt aufweisen (Mittelzehrer).
Pflanzzeit: Setze den Bertram entweder im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November) bei frostfreiem Boden.
Wuchshöhe: Plane fest mit einer Höhe von 0.45 m im Beetvordergrund ein.
Bewässerung: Nur in extremen Trockenperioden gießen; Staunässe unbedingt vermeiden.
Pflege: Lass die verblühten Köpfe stehen, damit sich die leichten Samen (0.5339 mg) durch den Wind selbst aussäen können.
Winterschutz: Ein Rückschnitt ist nicht zwingend erforderlich, da die Pflanze krautig einzieht.
Gute Partnerin: Die Färberkamille (Anthemis tinctoria) — sie besiedelt ähnliche trockene Standorte und ergänzt die weißen Blüten des Bertrams ökologisch wertvoll.
Der Keulen-Bertram gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist in Deutschland sowie Österreich heimisch. Sein natürlicher Lebensraum umfasst warme Standorte auf neutralen bis schwach sauren Böden. Als krautige Pflanze (nicht verholzend) erreicht er eine präzise Wuchshöhe von 0.45 m. Auffällig sind seine breitblättrigen Laubblätter und die charakteristischen Blütenkörbe, die durch die namensgebenden, keulig anschwellenden Stiele morphologisch (gestaltlich) einzigartig sind. Er geht im Boden eine Symbiose mit Pilzen ein, die man als Mykorrhiza (AM) bezeichnet.
1 Video zu Keulen-Bertram

16 Arten interagieren mit dieser Pflanze
12 weitere Arten besuchen die Blüten
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →