Bild folgtKI-generierte IllustrationKein deutscher Name bekannt
Schön, dass du dich für die Kretania hesperica interessierst. Es handelt sich um einen kleinen, unauffälligen Bläuling. Die Oberseiten der Flügel sind bei den Männchen meist kräftig blau, während die Weibchen eher bräunlich gefärbt sind. Mit einer Flügelspannweite von etwa 3 Zentimetern gehört dieser Schmetterling zu den kleineren Vertretern in unserer Insektenwelt. Er liebt sonnige, trockene Standorte, weshalb du ihn eher in naturbelassenen, mageren Gartenbereichen mit heimischen Wildkräutern finden wirst, statt auf intensiv gepflegten Rasenflächen.
Die Flugzeit der Falter ist meist auf die warmen Sommermonate begrenzt. Nach der Paarung legen die Weibchen ihre Eier an den jeweiligen Futterpflanzen ab, die den Raupen als Nahrung dienen. Die Überwinterung erfolgt bei den meisten verwandten Arten im Larvenstadium oder als Puppe. Die Entwicklung vom Ei über die Raupe bis hin zum ausgewachsenen Falter, der sogenannten Imago (das voll entwickelte Insekt), ist stark von der lokalen Witterung und dem verfügbaren Blütenangebot abhängig.
Da diese Schmetterlingsart an sehr spezifische Lebensbedingungen gebunden ist, findet man sie in typischen Hausgärten nur selten. Bitte verzichte in deinem Garten vollständig auf den Einsatz von chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln und Herbiziden wie Glyphosat. Auch wenn Kretania hesperica nicht direkt in deinem Garten siedeln sollte, profitieren von einem Verzicht auf Dünger und einer naturnahen Bewirtschaftung eine Vielzahl anderer heimischer Insektenarten.
Körper
Flügelspannweite
3 cm
Ernährung & Verhalten
Generationen/Jahr
univoltine
Familie: Lycaenidae (Bläulinge). Gattung: Kretania. Dieser Falter gehört zu den Tagfaltern und zeichnet sich durch eine spezialisierte Lebensweise aus. Wie bei vielen Arten aus der Familie der Bläulinge sind die Raupen oft auf eine Symbiose mit Ameisen angewiesen. Das bedeutet, die Raupen leben mit den Ameisen zusammen und werden von ihnen geschützt, während die Ameisen im Gegenzug zuckerhaltige Sekrete von den Raupen erhalten.
•Neff et al. (2025) — Swiss Moth Traits, DOI: 10.5281/zenodo.14506883 (CC BY)
•Seifert & Fiedler (2023) — Macroecological patterns in European butterflies unveil strong interrelations between larval diet breadth, latitudinal range size, and voltinism [Dataset]. Dryad, DOI: 10.5061/dryad.9zw3r22mp (CC0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →