Bild folgtKI-generierte IllustrationGentiana brachyphylla
2
Arten
interagieren
2
Interaktionen
dokumentiert
An seinem extrem niedrigen, polsterartigen Wuchs lässt sich der Kurzblatt-Enzian (Gentiana brachyphylla) sofort erkennen. Mit einer Höhe von gerade einmal 3 Zentimetern gehört er zu den kleinsten Bewohnern unserer Alpenflora und bringt ein intensives Himmelblau in den Garten. Er ist eine wertvolle Nektarquelle für spezialisierte Schmetterlinge wie den Enzian-Scheckenfalter (Melitaea varia) oder den Goldenen Scheckenfalter (Euphydryas aurinia). Wenn du ein Stück echte Hochgebirgsnatur erhalten möchtest, ist dieser Spezialist eine wunderbare Bereicherung für deinen Steingarten. Traust du dich an diesen winzigen Bergkönig heran?
Nur 3 Zentimeter klein und doch ein Riese für den Enzian-Scheckenfalter.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
network_loading_state
Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist dieser Enzian eine wichtige Futterpflanze für hochalpine Tagfalter. Besonders der Goldene Scheckenfalter (Euphydryas aurinia) und der Enzian-Scheckenfalter (Melitaea varia) nutzen die Blüten als Energiequelle in den kurzen Sommermonaten. Da die Pflanze in extremen Höhenlagen wächst, in denen das Insektenaufkommen geringer ist, bietet sie eine spezialisierte Nische für diese gefährdeten Arten. Die flachen Polster dienen zudem kleineren Insekten als geschützter Rückzugsort im kargen alpinen Gelände. Durch die Pflanzung trägst du aktiv zum Erhalt dieser hochspezialisierten Lebensgemeinschaften bei.
Der Kurzblatt-Enzian ist als nicht kindersicher eingestuft und sollte daher nicht in Bereichen gepflanzt werden, in denen Kinder unbeaufsichtigt spielen. Alle Pflanzenteile sind nicht für den Verzehr geeignet. Im Falle einer versehentlichen Aufnahme kontaktiere bitte umgehend den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
—
Blütezeit
Jul – Aug
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.03 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Platz (Lichtzahl 8) mit mindestens sechs Stunden direkter Sonne pro Tag.
Der Boden sollte frisch, also mäßig feucht (Feuchtezahl 5), aber ohne Staunässe sein.
Nutze einen sehr mageren Boden (Nährstoffzahl 2); verzichte komplett auf zusätzlichen Dünger.
Achte auf einen kühlen Standort (Temperaturzahl 1), da die Art an alpine Kälte angepasst ist.
Die Pflanzzeit liegt im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), sofern der Boden offen ist.
Sorge für einen guten Wasserabzug (Drainage) durch Einmischen von kalkhaltigem Splitt oder Kies.
Eine Vermehrung erfolgt am besten über die Selbstaussaat an ungestörten Stellen.
Gute Partnerin: Die Silberwurz (Dryas octopetala) – sie hat identische Standortansprüche und wächst ebenfalls polsterförmig.
Der Kurzblatt-Enzian gehört zur Familie der Enziangewächse (Gentianaceae) innerhalb der Ordnung der Enzianartigen (Gentianales). Er ist in den alpinen Regionen von Deutschland, Österreich und der Schweiz beheimatet, wo er bevorzugt auf kalkhaltigen bis schwach sauren Matten wächst. Die Pflanze ist ein nicht verholztes Kraut mit sehr kleinen, breitblättrigen Blättern von nur etwa 16 mm² Fläche. Er ist perfekt an die extremen Bedingungen oberhalb der Baumgrenze angepasst und bildet dichte, flache Polster, um die Verdunstung gering zu halten.
2 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →