Bild folgtKI-generierte IllustrationLactuca quercina
An den tief gebuchteten Blättern, die stark an die Form von Eichenlaub erinnern, lässt sich der Eichen-Lattich (Lactuca quercina) sofort erkennen. Diese botanische Seltenheit ist ein wahrer Schatz für deinen Naturgarten, da sie in der freien Landschaft kaum noch zu finden ist und auf der Roten Liste als stark gefährdet geführt wird. Mit ihrem aufrechten Wuchs bereichert sie halbschattige Bereiche und trägt aktiv zum Erhalt einer bedrohten heimischen Art bei. Wenn du einen kalkhaltigen Platz in deinem Garten hast, bietet dieser Korbblütler (Pflanzen mit korbförmigen Blütenständen) eine wunderbare Möglichkeit, den Artenschutz direkt vor der Haustür umzusetzen. Schau doch mal, ob du ein Plätzchen für diesen seltenen Wilden findest.
Stark gefährdeter Geheimtipp: Hol dir den seltenen Eichen-Lattich in den Garten.
Da der Eichen-Lattich in der Natur stark gefährdet ist, fungiert dein Garten als wichtige Gen-Reserve für diese seltene Art. Die Blütezeit von Juli bis September bietet in der oft trockenen Hochsommerphase ein verlässliches Angebot für die lokale Insektenwelt. Nach aktuellen Bestäubungsdaten sind die Samen mit einem Gewicht von nur 1,39 mg perfekt für die Windausbreitung (Fernausbreitung) angepasst. So kann die Pflanze von deinem Garten aus neue Standorte in der Umgebung besiedeln. Als heimischer Korbblütler ist er zudem ein potenzieller Nahrungslieferant für spezialisierte Insekten, auch wenn hierzu noch keine spezifischen Einzeldaten vorliegen.
Der Eichen-Lattich wird als nicht kindersicher eingestuft. Wie viele Arten der Gattung Lactuca enthält er einen milchigen Saft, der bei Kontakt oder Verzehr zu Unverträglichkeiten führen kann. Sollten Kinder oder Haustiere Teile der Pflanze verschluckt haben, kontaktiere sicherheitshalber den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jul – Sep
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.707 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen Platz im Halbschatten (Lichtwert 6), der keine pralle Mittagssonne abbekommt.
Boden: Die Pflanze ist ein Mittelzehrer (Pflanze mit mittlerem Nährstoffbedarf) und benötigt normalen Gartenboden.
Bodenreaktion: Der Untergrund sollte kalkhaltig oder basisch sein (Reaktion 7), um dem natürlichen Standort zu entsprechen.
Feuchtigkeit: Achte auf einen frischen (mäßig feuchten) Boden, der nie ganz austrocknet.
Pflanzzeit: Setze den Lattich im Frühjahr zwischen März und Mai oder im Herbst bis November in die Erde.
Wuchs: Beachte bei der Planung die Endhöhe von 0,71 m.
Vermehrung: Die Diasporen (Ausbreitungseinheiten wie Samen) sind mit 1,39 mg sehr leicht und verbreiten sich durch den Wind; lass die Fruchtstände daher nach der Blüte stehen.
Schnitt: Ein Rückschnitt ist erst im Spätwinter nötig, damit Insekten in den Stängeln überwintern können.
Pflanzpartner: Die Echte Schlüsselblume (Primula veris) ist eine ideale Nachbarin, da sie ebenfalls kalkhaltige Böden im Halbschatten bevorzugt.
Der Eichen-Lattich (Lactuca quercina) ist eine krautige Pflanze (nicht verholzende Pflanze) aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Er ist in Deutschland und Österreich indigen (ursprünglich heimisch), gilt jedoch mit dem Status der Roten Liste 2 als stark gefährdet. Sein natürlicher Lebensraum umfasst vor allem lichte Wälder und Gebüsche auf kalkhaltigen Untergründen. Mit einer Wuchshöhe von genau 0,71 m bleibt er kompakt und fällt durch seine markanten, breitblättrigen Blätter auf. Als Archäophyt (Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde) oder einheimische Art ist er perfekt an unser Klima angepasst.
3 Videos zu Eichen-Lattich
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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