Bild folgtKI-generierte IllustrationLamium confertum
Auch bekannt als: Lamium confertum
6
Arten
interagieren
6
Interaktionen
dokumentiert
Wer die Mittlere Taubnessel (Lamium confertum) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Mit ihren purpurroten Lippenblüten, die dicht gedrängt in den oberen Blattachseln sitzen, und den herzförmigen Blättern ist sie eine charakteristische Erscheinung. Als Archäophyt (eine Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde) ist sie ein alteingesessener Bestandteil unserer Kulturlandschaft. In deinem Garten bietet sie vor allem seltenen Faltern wie dem Roten Scheckenfalter (Melitaea didyma) eine wichtige Nahrungsquelle. Da sie nährstoffreiche Böden liebt, zeigt sie dir genau an, wo dein Garten besonders vital ist. Probier es doch mal an einer sonnigen Stelle aus, an der du sonst vielleicht Gemüse anbaust.
Seltene Schönheit für fette Böden: Die Nektarquelle für Dickkopffalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Mittlere Taubnessel eine wertvolle Tankstelle für spezialisierte Schmetterlinge. Besonders verschiedene Dickkopffalter profitieren von ihrem Nektarangebot, darunter Arten wie der Heilziest-Dickkopffalter (Carcharodus floccifera) und der Mosaik-Dickkopffalter (Muschampia tessellum). Auch der Rote Scheckenfalter (Melitaea didyma) sowie der Ziest-Dickkopffalter (Carcharodus lavatherae) besuchen die purpurfarbenen Blüten regelmäßig. Da sie auf nährstoffreichen Böden oft üppig wächst, bietet sie diesen Faltern eine verlässliche Energiequelle. Auch wenn quantitative Nektardaten im Detail fehlen, zeigt die Liste der Besucher ihre Bedeutung für die lokale Artenvielfalt deutlich auf.
Die Mittlere Taubnessel wird laut aktuellen Daten als nicht kindersicher eingestuft. Auch wenn sie keine schweren Vergiftungen verursacht, sollten Kleinkinder im Garten zur Vorsicht angehalten werden. Eine Verwechslungsgefahr mit hochgiftigen Pflanzen besteht aufgrund der charakteristischen Lippenblüten und des vierkantigen Stängels kaum.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Mai – Sep
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.26 m
Wähle für die Mittlere Taubnessel einen vollsonnigen Platz in deinem Garten aus.
Der Boden sollte frisch sein, was einer mäßigen, gleichmäßigen Feuchtigkeit entspricht, ohne dass Staunässe entsteht.
Da sie ein Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) ist, benötigt sie einen besonders nährstoffreichen oder fetten Boden.
Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden offen ist.
Eine Vermehrung erfolgt unkompliziert über die Samen, die sie nach der Blütezeit reichlich bildet.
Achte darauf, verblühte Triebe erst spät zu entfernen, damit sie sich an geeigneten Stellen selbst aussäen kann.
Da sie einjährig oder zweijährig wächst, ist ein Rückschnitt nach der Samenreife sinnvoll, um Platz für neue Keimlinge zu schaffen.
Gute Partnerin: Die Acker-Wachtelweizen (Melampyrum arvense) – beide teilen die Vorliebe für ländliche Standorte und bereichern das Nahrungsangebot für Insekten auf ähnliche Weise.
Die Mittlere Taubnessel gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) und ist eng mit der bekannteren Purpur-Taubnessel (Lamium purpureum) verwandt. In Deutschland, Österreich und der Schweiz kommt sie vor allem auf Äckern und in Gärten vor, gilt jedoch laut Roter Liste als gefährdet oder zurückgehend. Typisch für diese einjährige bis zweijährige Pflanze ist der vierkantige Stängel und die behaarten Blätter. Sie geht eine Symbiose mit Arbuskulären Mykorrhizapilzen (AM-Pilze, die Nährstoffe gegen Zucker tauschen) ein, was ihre Vitalität auf nährstoffreichen Standorten deutlich erhöht.
1 Video zu Mittlere Taubnessel

6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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