Bild folgtKI-generierte IllustrationLarus cachinnans
Auch bekannt als: Weisskopfmöwe, Weißkopfmöwe
heimisch Deutschland
EEA Article 12 Birds Directive Reporting 2013-2018 · 90%
Die Steppenmöwe (Larus cachinnans) ist ein stattlicher Vogel mit hellgrauem Rücken, markanten gelben Beinen und einem kräftigen Schnabel, dessen Ruf an ein heiseres Lachen erinnert. Dieser Allesfresser (Tier, das sowohl pflanzliche als auch tierische Nahrung nutzt) findet in unseren Gärten meist nur auf der Durchreise Nahrung oder rastet auf Dachflächen. Ihre Nester baut sie bevorzugt als Bodenbrüter in Wassernähe oder gelegentlich in geschützten Gebäudenischen. Bei uns tritt sie oft als Teilzieher (Vogelart, von der nur ein Teil der Population im Winter wegzieht) auf. Achte auf den flachen Kopf und das oft dunkle Auge, um sie von ihren Verwandten zu unterscheiden. In deinem Garten ist sie durchaus nützlich, da sie als Gesundheitspolizei kleine Schädlinge und Aas vertilgt. Du kannst sie unterstützen, indem du naturnahe Wasserstellen in der Umgebung bewahrst und auf chemische Pflanzenschutzmittel verzichtest. Im Februar kehren die ersten Tiere bereits in ihre potenziellen Brutreviere zurück. Da sie sehr gesellig ist, wirst du sie oft in kleinen Gruppen beobachten können. Eine gezielte Winterfütterung im Garten ist für diese robusten Vögel meist nicht erforderlich. Respektiere bitte ihren Ruhebedarf, wenn sie sich auf deinem Grundstück zur Rast niederlassen.
Die Steppenmöwe ist gesetzlich geschützt und ihre Nester dürfen während der Brutzeit nicht entfernt werden. Da eine hohe Verwechslungsgefahr mit der Mittelmeermöwe besteht, ist bei der Bestimmung Genauigkeit gefragt. Vermeide es, die Tiere im Februar bei der Reviersuche durch zu nahes Herantreten zu stören.
Körper
Flügelspannweite
42.72 cm
Gewicht
1089.5 g
Max. Lebensalter
49 Jahre
Fortpflanzung
Wurfgröße / Gelege
3, 1× pro Jahr
Bebrütungsdauer
26 Tage
Ausflugalter
41.25 Tage
Geschlechtsreife
~4 Jahre
Ernährung & Verhalten
Taxonomisch gehört die Steppenmöwe zur Familie der Möwen (Laridae) innerhalb der Ordnung der Regenpfeiferartigen (Charadriiformes). Sie ist in Mitteleuropa heimisch und hat ihr Verbreitungsgebiet in den letzten Jahrzehnten erfolgreich nach Westen ausgedehnt. Von der sehr ähnlichen Silbermöwe unterscheidet sie sich durch ihre längeren Beine und den gestreckteren Körperbau. Als Koloniebrüter (Vögel, die in großen Gruppen nisten) zeigt sie ein hoch entwickeltes Sozialverhalten an Binnengewässern und Küsten.
•Neff et al. (2025) — Swiss Moth Traits, DOI: 10.5281/zenodo.14506883 (CC BY)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Europäische Umweltagentur / EEA (2021) — Article 12 Birds Directive Reporting 2013–2018: Bird Check List (season=B, presence=PRE, non_native=N). European Environment Agency, Kopenhagen. https://www.eea.europa.eu/data-and-maps/data/article-12-database-birds-directive-2 (CC BY 4.0)
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