Bild folgtKI-generierte IllustrationLasioglossum nitidulum (Fabricius, 1804)
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Du erkennst die Grünglanz-Schmalbiene an ihrem metallisch-grünlich schimmernden Körper und ihrer sehr geringen Größe von etwa fünf bis sieben Millimetern. Diese Wildbiene ist polylektisch (auf keine bestimmte Pflanzenfamilie spezialisiert) und nutzt eine Vielzahl heimischer Blüten in deinem Garten. Im Frühling ab April siehst du sie an sonnigen Stellen, während sie im Sommer intensiv den Gewöhnlichen Natternkopf (Echium vulgare) und die Große Braunelle (Prunella vulgaris) anfliegt. Im Spätsommer bis Oktober besucht sie gerne die Wilde Möhre (Daucus carota) oder die Gewöhnliche Waldrebe (Clematis vitalba). Die Larven wachsen in unterirdischen Gängen auf einem Gemisch aus Pollen und Nektar heran, das das Weibchen in kleinen Brutkammern deponiert. Das Tier überwintert als begattetes Weibchen in einer Kältestarre (Zustand verlangsamter Lebensvorgänge) in frostsicheren Erdlöchern oder schmalen Spalten unter der Erdoberfläche. Du kannst diese nützliche Bestäuberin fördern, indem du ihr offene Bodenstellen ohne Bewuchs in sonniger Lage anbietest, damit sie ihre Nester graben kann. Belasse verblühte Stängel heimischer Wildpflanzen über den Winter im Garten, um das Mikroklima im Boden zu schützen.
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Die Grünglanz-Schmalbiene ist völlig harmlos und ein gern gesehener Gartenbesucher. Aufgrund ihrer geringen Größe und ihres friedfertigen Wesens besteht für Menschen keine Gefahr durch Stiche. Als Wildbiene steht sie unter allgemeinem Artenschutz; ein Umsiedeln oder Stören der Nester ist weder nötig noch gesetzlich zulässig.
Die Grünglanz-Schmalbiene (Lasioglossum nitidulum) gehört zur Familie der Halictidae (Schmalbienen) innerhalb der Hautflügler. Sie ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch und besiedelt bevorzugt offene, warme Standorte im Siedlungsraum und auf Magerrasen. Charakteristisch ist der schmale Körperbau und der metallische Glanz auf dem dunklen Chitinpanzer, der sie von anderen kleinen Bienen unterscheidet. Im Gegensatz zur Honigbiene lebt diese Art solitär (einzeln lebend) oder in sehr einfachen sozialen Verbänden, wobei sie ihre Nester ausschließlich im Erdboden anlegt.
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•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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