Bild folgtKI-generierte IllustrationLasioglossum parvulum
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Die Dunkle Schmalbiene (Lasioglossum parvulum) ist eine sehr kleine, unauffällig schwarz gefärbte Wildbiene mit einem schlanken Körperbau und spärlicher Behaarung. Du entdeckst sie in deinem Garten meist bodennah, wo sie ihre Nester in selbst gegrabenen Gängen im Erdreich anlegt. Diese Art ist polylektisch (breites Spektrum an Pollenquellen nutzend), was bedeutet, dass sie beim Sammeln nicht auf eine Pflanzenfamilie angewiesen ist. Von März bis August kannst du die Weibchen beobachten, wie sie fleißig Nahrung eintragen. Besonders gerne besucht sie den Eingriffeligen Weißdorn (Crataegus monogyna) oder die Wiesen-Margerite (Leucanthemum vulgare). Auch an der Acker-Kratzdistel (Cirsium arvense), dem Schmalblättrigen Greiskraut (Senecio inaequidens) oder dem Herbst-Schuppenlöwenzahn (Scorzoneroides autumnalis) ist sie häufig zu finden. Um dieser nützlichen Biene zu helfen, solltest du offene Bodenstellen im Garten zulassen, da sie dort ihre Brutröhren errichtet. Das Stehenlassen von Wildkräutern wie der Gewöhnlichen Bärenklau (Heracleum sphondylium) oder dem Floh-Knöterich (Persicaria lapathifolia) sichert ihr wertvolle Nahrung. Ein naturnaher Garten mit Mandelblättriger Wolfsmilch (Euphorbia amygdaloides) oder Raps (Brassica napus) bietet ihr zudem wichtige Ressourcen.
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Die Dunkle Schmalbiene ist für den Menschen völlig harmlos und verhält sich friedfertig. Ihr winziger Stachel kann die menschliche Haut kaum durchdringen, weshalb Beobachtungen im Garten absolut gefahrlos sind. Wie alle heimischen Wildbienen steht sie unter allgemeinem Artenschutz und stellt keine Gefahr für Haustiere oder Kinder dar.
Diese Wildbiene gehört zur Familie der Halictidae (Furchenbienen) innerhalb der Ordnung Hymenoptera (Hautflügler). Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich über Deutschland, Österreich und die Schweiz bis nach Belgien. Charakteristisch für die Gattung Lasioglossum ist die feine Längsfurche am Hinterleibsende der Weibchen. Sie nistet bevorzugt in ebenem oder leicht geneigtem Gelände direkt in der Erde. Von sehr ähnlichen Schmalbienen-Arten lässt sie sich oft nur durch eine fachmännische Untersuchung der feinen Oberflächenstrukturen unter dem Mikroskop sicher unterscheiden.
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•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloRes_2022
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•EBHD — European Biodiversity Hub Database v2025, Zenodo, DOI: 10.5281/zenodo.17107215 (CC BY 4.0)
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