Bild folgtKI-generierte IllustrationLasioglossum politum
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Die Polierte Schmalbiene ist mit etwa fünf bis sieben Millimetern ein winziges Insekt, das durch einen glänzenden, fast unbehaarten Hinterleib und einen eher ruhigen, bodennahen Flug auffällt. In deinem Garten entdeckst du sie oft an sonnigen, trockenen Stellen, wo sie ihre Nester direkt im Erdreich anlegt. Diese Wildbiene lebt polylektisch (auf viele verschiedene Pflanzenfamilien als Pollenquelle angewiesen) und ist daher eine vielseitige Bestäuberin. Von April bis Oktober kannst du die Weibchen dabei beobachten, wie sie emsig Nahrung für ihre Larven sammeln. Zu ihren bevorzugten Pollenquellen gehören unter anderem der Rosmarin (Salvia rosmarinus), die Ackerwinde (Convolvulus arvensis) und der Gewöhnliche Blutweiderich (Lythrum salicaria). Auch den Scharfen Hahnenfuß (Ranunculus acris) und die Berg-Heilwurz (Seseli libanotis) steuert sie regelmäßig an. Da sie ihre Gänge selbst gräbt, benötigt sie offene Bodenstellen oder Lücken im Rasen, die nicht gemulcht oder dicht bewachsen sind. Du kannst sie unterstützen, indem du solche vegetationsfreien Flächen förderst und auf künstliche Nisthilfen verzichtest, da diese von Bodenbewohnern nicht angenommen werden. Ein Garten mit Sichel-Hasenohr (Bupleurum falcatum) und Steifem Augentrost (Euphrasia stricta) bietet ihr zusätzliche wichtige Ressourcen. Durch ihre Anwesenheit trägt sie maßgeblich zur Bestäubung in deinem direkten Umfeld bei.
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Die Polierte Schmalbiene ist für den Menschen vollkommen harmlos und zeigt keinerlei aggressives Verhalten. Ihr Stachel ist so fein, dass er die menschliche Haut in der Regel nicht durchdringen kann, zudem besteht keine Verwechslungsgefahr mit den deutlich größeren Wespen.
Diese Art gehört zur Familie der Halictidae innerhalb der Ordnung der Hautflügler (Hymenoptera) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz weit verbreitet. Als typische Schmalbiene zeichnet sie sich durch eine solitäre bis primitiv-eusoziale (einfach gesellschaftliche) Lebensweise aus, bei der die Nester unterirdisch angelegt werden. Von ähnlichen Arten der Gattung lässt sie sich im Feld nur schwer unterscheiden, wobei die feine Punktierung des Körpers ein wichtiges Merkmal darstellt.
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•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•EBHD — European Biodiversity Hub Database v2025, Zenodo, DOI: 10.5281/zenodo.17107215 (CC BY 4.0)
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