Bild folgtKI-generierte IllustrationLathyrus maritimus
Auch bekannt als: Lathyrus maritimus
3
Arten
interagieren
5
Interaktionen
dokumentiert
Wer die Strand-Platterbse (Lathyrus maritimus) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Mit ihren auffällig blaugrünen, fast fleischigen Blättern und den leuchtenden purpurrosa Schmetterlingsblüten ist sie eine echte Erscheinung. In deinem Garten übernimmt sie eine wichtige ökologische Rolle, da sie spezialisierten Faltern wie dem Komma-Dickkopffalter (Hesperia comma) als wertvolle Energiequelle dient. Durch ihre Fähigkeit, Stickstoff im Boden zu binden, verbessert sie ganz nebenbei die Bodenqualität für ihre Nachbarn. Wenn du einen sonnigen Platz mit sandigem Boden hast, zeigst du mit dieser Pflanze echtes Fingerspitzengefühl für den Küstenschutz im eigenen Garten. Du wirst staunen, wie robust diese Schönheit Wind und Wetter trotzt.
Robuste Küstenkönigin: Die wichtige Tankstelle für den Komma-Dickkopffalter.
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Diese Art ist eine unverzichtbare Nektarquelle für spezialisierte Schmetterlinge. Nach aktuellen Bestäubungsdaten fliegen insbesondere der Komma-Dickkopffalter (Hesperia comma) sowie die Arten Polyommatus fulgens und Polyommatus humedasae die Blüten gezielt an. Da die Pflanze eine AM-Mykorrhiza (Wurzelsymbiose) nutzt, fördert sie die biologische Aktivität und Gesundheit des Bodens nachhaltig. Die nach der Blüte reifenden Samen in den Hülsen bieten zudem eine wichtige Nahrungsgrundlage für heimische Vögel in der kargen Winterzeit. So unterstützt du mit nur einer Pflanze den gesamten Kreislauf von der Bodenmikrobiologie bis hin zur Vogelwelt.
Die Strand-Platterbse ist nicht als kindersicher eingestuft. Wie viele andere Hülsenfrüchtler enthält sie Inhaltsstoffe, die bei Verzehr zu Unverträglichkeiten führen können und ist daher nicht für den Verzehr geeignet. In einem Garten mit kleinen Kindern solltest du sie daher eher in den hinteren Bereich der Beete pflanzen, wo sie außer Reichweite ist.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Suche der Strand-Platterbse einen vollsonnigen Platz, da sie als Küstenpflanze maximale Lichtausbeute gewohnt ist.
Der Boden sollte sehr durchlässig und sandig sein; Staunässe verträgt sie überhaupt nicht.
Pflanze sie am besten zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis Ende November, solange der Boden offen ist.
Da sie eine AM-Mykorrhiza (eine Symbiose zwischen Wurzeln und Pilzen zur besseren Nährstoffaufnahme) eingeht, ist zusätzlicher Dünger kaum nötig.
Gießen musst du nur in der ersten Zeit nach der Pflanzung, danach versorgt sie sich durch ihre tiefen Wurzeln selbst.
Die Pflanze breitet sich über Ausläufer aus, was du bei der Platzwahl im Beet einplanen solltest.
Ein Rückschnitt ist im Herbst nicht nötig; lass die Triebe über den Winter stehen, um Insekten einen geschützten Platz zu bieten.
Gute Partnerin: Der Gewöhnliche Strandhafer (Ammophila arenaria) - beide teilen die Vorliebe für sandiges Substrat und ergänzen sich optisch perfekt in einer dünennahen Gestaltung.
Die Strand-Platterbse ist ein Vertreter der Hülsenfrüchtler (Fabaceae) und gehört zur Ordnung der Schmetterlingsblütenartigen. In unserer Region ist sie vor allem an den Küsten der Nord- und Ostsee heimisch, wo sie typische Lebensräume wie Spülsäume und Dünen besiedelt. Morphologisch (gestaltlich) zeichnet sie sich durch ihre niederliegenden bis kletternden Stängel und die dicken Blattepidermen (die äußerste Zellschicht der Blätter) aus, die sie vor Verdunstung und Salzgischt schützen. Als ausdauernde, krautige Pflanze bildet sie ein tiefreichendes Wurzelwerk aus.
3 Videos zu Strand-Platterbse



3 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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