Bild folgtKI-generierte IllustrationLathyrus pannonicus
Auch bekannt als: Orobus pannonicus var. collinus
An den cremeweißen bis zart gelblichen Blütenständen, die in lockeren Trauben an den aufrechten Stängeln sitzen, lässt sich die Pannonische Platterbse (Lathyrus pannonicus) sofort erkennen. Diese seltene Wildpflanze ist ein wahrer Schatz für den Naturgarten, da sie nach aktuellen Bestandsdaten als extrem gefährdet (Rote Liste R) gilt und somit einen aktiven Beitrag zum Artenschutz leistet. Als heimischer Schmetterlingsblütler (Pflanzenfamilie mit typischen Fahnenblüten) stabilisiert sie das ökologische Gleichgewicht in deinem Garten. Wenn du eine Vorliebe für botanische Raritäten hast, ist diese Pflanze genau die richtige Wahl für dich.
Botanische Rarität: Schütze eine der seltensten Wildpflanzen in deinem Garten.
Die Pannonische Platterbse (Lathyrus pannonicus) übernimmt eine wichtige Rolle als seltene Komponente in der heimischen Biodiversität. Durch ihren Status als gefährdete Art (Rote Liste R) dient ihr Erhalt im Garten als genetische Reserve für die freie Natur. Als Schmetterlingsblütler (Leguminose) ist sie in der Lage, Stickstoff im Boden zu binden, was die Bodenqualität auf natürliche Weise verbessert, ohne den Magercharakter zu stören. Da sie vor allem in Österreich einheimisch ist, bietet sie spezialisierten Blütenbesuchern der Region eine verlässliche Anlaufstelle. Im Winter bieten die stehengelassenen Stängel wertvollen Schutz für bodennah überwinternde Lebewesen.
Bitte beachte, dass die Pannonische Platterbse (Lathyrus pannonicus) als nicht kindersicher eingestuft wird. Wie viele Arten in der Familie der Hülsenfrüchtler enthält sie Inhaltsstoffe, die bei Verzehr zu Unverträglichkeiten führen können. Eine Verwechslung mit essbaren Erbsen sollte daher unbedingt vermieden werden.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Mai – Jun
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.31 m
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz, damit die Pflanze ihre volle Blütenpracht entwickeln kann.
Boden: Der Boden sollte mager und nährstoffarm sein; verzichte daher unbedingt auf künstliche Dünger oder zu viel Kompost.
Feuchtigkeit: Sie bevorzugt frische Bedingungen, was einer mäßig feuchten Gartenerde entspricht, die niemals ganz austrocknet.
Pflanzzeit: Du kannst sie im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November setzen, sofern der Boden nicht gefroren ist.
Pflege: Da sie zu den Schwachzehrern gehört, ist sie äußerst pflegeleicht und benötigt nach dem Anwachsen kaum Aufmerksamkeit.
Vermehrung: Eine Vermehrung ist durch Aussaat im Herbst oder durch vorsichtige Teilung des Wurzelstocks möglich.
Rückschnitt: Lass die vertrockneten Triebe über den Winter stehen, um den Wurzelstock zu schützen.
Kombinationsempfehlung: Eine ideale Partnerin ist der Aufrechte Trespe (Bromus erectus) – beide Arten teilen sich in der Natur denselben Lebensraum im Halbtrockenrasen (trockene, warme Magerwiesen) und ergänzen sich optisch hervorragend.
Die Pannonische Platterbse (Lathyrus pannonicus) gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae) und ist in unserer Region vor allem in Österreich als indigene (einheimische) Art verbreitet. Ihr natürlicher Lebensraum sind sonnige Standorte auf mageren, mäßig feuchten Böden. Morphologisch zeichnet sie sich durch ihre paarig gefiederten Blätter aus, deren Blattspindel meist in einer kurzen Spitze endet, anstatt wie bei vielen Verwandten eine Ranke zu bilden. Als Schwachzehrer (Pflanze mit geringem Nährstoffbedarf) ist sie perfekt an nährstoffarme Ökosysteme angepasst.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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