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Anagallis monelli
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Auffällig sind die schmalen, an Lein erinnernden Blätter und der niedrige, polsterartige Wuchs des Leinblättrigen Gauchheils (Anagallis monelli). Diese zierliche Pflanze ist ein wahrer Überlebenskünstler für die sonnigsten und trockensten Ecken in Deinem Garten. Besonders wertvoll ist sie als Futterquelle für den seltenen Goldenen Scheckenfalter (Euphydryas aurinia), der auf solche spezialisierten Nischen angewiesen ist. Mit einer kompakten Höhe von genau 0,2 m eignet sie sich hervorragend für Steingärten oder Wegränder auf magerem Boden. Wenn Du einen heißen Standort hast, an dem anderes vertrocknet, machst Du mit dieser Art alles richtig.
Kompakter Sonnenanbeter: 20 cm geballte Naturkraft für den Goldenen Scheckenfalter.
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Der Leinblättrige Gauchheil ist ökologisch hochgradig spezialisiert und bietet Lebensraum in extremen Lagen. Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist er eine wichtige Futterpflanze für den Goldenen Scheckenfalter (Euphydryas aurinia), eine Schmetterlingsart mit hohen Schutzansprüchen. Die winzigen Diasporen (Ausbreitungseinheiten) wiegen lediglich 0,47 mg, was der Pflanze ermöglicht, durch Wind- oder Fernausbreitung neue Lebensräume zu besiedeln. Dies fördert die genetische Vielfalt in isolierten Magerrasen-Biotopen. Da er als Schwachzehrer keine Konkurrenz für wüchsige Arten darstellt, bleibt er ein beständiger Bestandteil lückiger Vegetation.
Bitte beachte, dass der Leinblättrige Gauchheil nicht als kindersicher eingestuft wird und in Gärten mit kleinen Kindern oder Haustieren mit Vorsicht gepflanzt werden sollte. Bei versehentlichem Verzehr von Pflanzenteilen ist es ratsam, keine Experimente zu machen und direkt den Giftnotruf unter der Nummer 0228 19 240 zu kontaktieren.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
—
Blütezeit
—
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0,2 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Der Leinblättrige Gauchheil gehört zur Familie der Primelgewächse (Primulaceae) und ist in Deutschland heimisch. Sein natürlicher Lebensraum sind xerotherme Standorte (trockene, warme Plätze), oft auf kalkarmen, neutralen bis schwach sauren Böden. Botanisch gesehen handelt es sich um eine krautige, nicht verholzte Pflanze mit breitblättrigem Laubtyp. Eine Besonderheit ist die Symbiose mit Mykorrhiza-Pilzen vom Typ AM (Arbuskuläre Mykorrhiza), die dem Gauchheil hilft, in nährstoffarmen Umgebungen zu überleben. Die Pflanze bleibt mit 0,2 m Wuchshöhe sehr bodennah.
•TraitCH — CC BY 4.0TraitCH 2.0 contributors; imported as source-preserving NaturKompass taxon evidence.
•Middleton-Welling_2020
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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Stand: 24.12.2025. Korrekturen können über das Feedback-Formular gemeldet werden.