Bild folgtKI-generierte IllustrationLeontopodium nivale subsp. alpinum
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Wer das Alpen-Edelweiß (Leontopodium nivale subsp. alpinum) einmal gesehen hat, vergisst es nicht: Mit seinen sternförmigen, weiß-filzigen Hochblättern, die wie kleine Pfoten wirken, ist es die Ikone der Bergwelt. In Ihrem Garten ist es weit mehr als nur Dekoration, denn es bietet spezialisierten Insekten einen wertvollen Lebensraum. Nach aktuellen Beobachtungsdaten besucht beispielsweise der Veränderliche Marienkäfer (Hippodamia variegata) die Pflanze. Wenn Sie einen sonnigen Steingarten mit kalkhaltigem Boden haben, bringen Sie mit dieser Art ein echtes Stück unberührter Natur in Ihre Gestaltung. Sie werden sehen, wie robust dieser kleine Überlebenskünstler wirklich ist.
Flauschige Alpen-Ikone: 11 Zentimeter geballte Naturkraft für Ihren Steingarten.
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In der ökologischen Gartenkultur übernimmt das Alpen-Edelweiß die Rolle eines Spezialisten für extreme Nischen. Da es auf magere Verhältnisse angewiesen ist, fördert es eine Flora, die in intensiv genutzten Landschaften kaum noch Platz findet. Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitiert unter anderem der Veränderliche Marienkäfer (Hippodamia variegata) von der Pflanze. Die Samen sind mit einem Gewicht von nur 0,13 mg extrem leicht und werden als Schirmchenflieger über weite Strecken durch den Wind ausgebreitet. Damit trägt die Art zur Vernetzung alpiner Lebensräume bei, selbst wenn sie in Ihrem Garten wächst.
In der Datenbank wird das Alpen-Edelweiß als nicht kindersicher aufgeführt. Auch wenn es keine schweren Vergiftungen hervorruft, sollten die behaarten Pflanzenteile nicht verzehrt werden. Achten Sie bei kleinen Kindern darauf, dass sie die Pflanze im Steingarten nur betrachten und nicht in den Mund nehmen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.106 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wählen Sie einen vollsonnigen Platz (Lichtzahl 8), ideal ist eine Südausrichtung im Steingarten.
Boden: Der Untergrund muss mager (Schwachzehrer) und gut durchlässig sein. Mischen Sie bei Bedarf reichlich Kalksplitt unter.
pH-Wert: Achten Sie auf eine kalkhaltige bis basische Bodenreaktion (Reaktionswert 8).
Feuchtigkeit: Der Boden sollte frisch, also mäßig feucht (Feuchtezahl 4), aber niemals staunass sein.
Pflanzzeit: Setzen Sie die Jungpflanzen im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November) in die Erde.
Bodenvorbereitung: Eine Drainage aus Kies oder Schotter im Pflanzloch verhindert Wurzelfäulnis.
Pflege: Düngen ist nicht erforderlich; zu viele Nährstoffe führen dazu, dass die Pflanze ihre typische Behaarung verliert.
Gute Partnerin: Die Alpen-Aster (Aster alpinus) – sie teilt die Vorliebe für kalkreiche Steinböden und ergänzt das Edelweiß mit violetten Blütenökakzenten.
Das Alpen-Edelweiß gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist eine ausdauernde, krautige Pflanze. In der Natur findet man es in den Alpen und im Jura auf Kalk-Magerrasen (trockene, basenreiche Wiesen) und in Felsspalten der alpinen Stufe. Mit einer Wuchshöhe von 0,11 m bleibt es kompakt. Die charakteristische Behaarung, botanisch Trichome genannt, dient als Verdunstungsschutz und reflektiert die starke UV-Strahlung der Hochgebirgssonne. Trotz seines zarten Aussehens ist es perfekt an die kargen, kalten Bedingungen über der Baumgrenze angepasst.
1 Video zu Alpen-Edelweiß

•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →