Bild folgtKI-generierte IllustrationLepidochelys kempii
Auch bekannt als: Atlantik-Bastardschildkröte, Karibische Bastardschildkröte, Kemps Schildkröte
Die Atlantik-Bastardschildkröte (Lepidochelys kempii) zeichnet sich als kleinster Vertreter ihrer Familie durch einen fast kreisrunden, olivgrünen Rückenpanzer aus. Da dieses Tier eine rein marine (im Meer lebende) Lebensweise führt, wirst du es in deinem Garten nicht antreffen. Als wechselwarmes Reptil verbringt es sein gesamtes Leben im Salzwasser und steuert nur zur Eiablage bestimmte Küstenabschnitte an. Die Ernährung dieser Tiergruppe besteht vorwiegend aus wirbellosen Meerestieren wie Krabben oder Muscheln, die am Meeresboden gesucht werden. In ihrem Ökosystem fungieren sie als wichtige Regulatoren für die Bestände ihrer Beutetiere. Auch wenn du in deinem Garten keinen direkten Lebensraum für Meeresschildkröten schaffen kannst, hilft dein ökologisches Handeln indirekt. Durch den Verzicht auf Pestizide und Kunstdünger verringerst du den Eintrag von Schadstoffen in das Grundwasser und die Flüsse, die letztlich in die Ozeane münden. Ein naturnaher Garten schützt somit über weite Umwege auch die Bewohner der Weltmeere. Dein Beitrag zum Artenschutz beginnt also bereits bei der Wahl umweltfreundlicher Gartenmethoden.
Diese Schildkröte ist nach internationalem Recht streng geschützt und darf weder gefangen noch gestört werden. Begegnungen im Garten sind ausgeschlossen, da es sich um eine Meeresart handelt. Im Falle einer Sichtung an Küsten sollte unbedingt ein Experte verständigt und ein großer Abstand gewahrt werden.
Die Atlantik-Bastardschildkröte (Lepidochelys kempii) gehört zur Familie der Meeresschildkröten (Cheloniidae) innerhalb der Gattung der Bastardschildkröten. Ihr Hauptverbreitungsgebiet liegt im Golf von Mexiko, wobei sie in europäischen Gewässern lediglich als extrem seltener Irrgast vorkommt. Sie führt eine spezialisierte aquatische (im Wasser stattfindende) Lebensweise und ist heute weltweit vom Aussterben bedroht.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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