Bild folgtKI-generierte IllustrationKein deutscher Name bekannt
Die Spinne (Lepthyphantes encaustus) ist ein unauffälliger Vertreter der Spinnentiere (Arachnida), der vor allem durch seine Lebensweise im Verborgenen auffällt. Diese Tiere gehören zur Gattung der Baldachinspinnen, die für ihre charakteristischen, flachen Netze bekannt sind. In Deinem Garten findest Du solche Netze oft in der Krautschicht (dem bodennahen Pflanzenbewuchs) oder zwischen niedrigen Gehölzen. Als Jäger ernähren sie sich von kleinen Insekten, die in ihre feinen Gespinste fliegen oder hineinfallen. Die Beute wird durch Vibrationen im Netz wahrgenommen und anschließend schnell überwältigt. In der ökologischen Nahrungskette nehmen diese Spinnen eine wichtige Rolle ein, da sie die Bestände kleinerer Gliederfüßer (Tiere mit segmentiertem Körper und Gliedmaßen) regulieren. Dass diese Art laut wissenschaftlichen Daten bisher vor allem aus Rumänien bekannt ist, macht eine mögliche Entdeckung im eigenen Garten zu einer zoologischen Besonderheit. Du förderst diese nützlichen Tiere, indem Du wilde Ecken im Garten belässt, in denen sie ihre Netze ungestört spannen können. Der Verzicht auf chemische Mittel sichert ihre Lebensgrundlage und erhält die Vielfalt der Insektenwelt. Im Mai sind viele Spinnentiere bereits sehr aktiv und bereichern die biologische Vielfalt Deiner grünen Oase.
Diese kleine Spinne ist für den Menschen vollkommen harmlos und verhält sich friedlich. Ihr Kieferwerkzeug ist zu schwach, um die menschliche Haut zu durchdringen, weshalb sie ein völlig unbedenklicher Mitbewohner im Garten ist.
Lepthyphantes encaustus wird innerhalb der Ordnung der Webspinnen (Araneae) in die Gattung Lepthyphantes eingeordnet. Die wissenschaftliche Datenlage dokumentiert ihre Verbreitung bisher primär im europäischen Raum, speziell in Rumänien. Als typische Netzspinne bewohnt sie bodennahe Strukturen, in denen sie flächige Gespinste zum Beutefang anlegt. Durch ihre räuberische Lebensweise trägt sie wesentlich zur natürlichen Regulation kleiner Wirbelloser in ihrem Lebensraum bei.
•GBIF Occurrence Database (CC BY 4.0 / CC0)
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