Bild folgtKI-generierte IllustrationLeucanthemopsis alpina subsp. alpina
Schon von weitem fällt die Alpen-Margerite (Leucanthemopsis alpina) durch ihre strahlend weißen Zungenblüten (äußere, blattähnliche Blütenblätter) und die leuchtend gelbe Mitte auf. Mit ihrer extrem geringen Wuchshöhe ist sie eine der kleinsten Margeritenvertreterinnen und perfekt an das Überleben in rauen Lagen angepasst. Für Deinen Naturgarten ist sie wertvoll, da sie als Pionierpflanze (Art, die neue Lebensräume erschließt) auch auf kargen, sauren Flächen Nahrung für spezialisierte Insekten bietet. Sie ist ein wunderbarer Beweis dafür, dass auch kleinste Pflanzen eine große Rolle im Ökosystem spielen können. Wenn Du eine Vorliebe für alpine Schätze hast, wird Dich dieser robuste Winzling begeistern.
Alpiner Winzling: Nur 5 cm hoch, aber ein Riese für die Artenvielfalt.
Trotz ihrer geringen Größe ist die Alpen-Margerite eine wichtige Tankstelle in spezialisierten Lebensräumen. Da sie ihre Blüten offen präsentiert, ist der Nektar für viele Bestäuber leicht zugänglich. Nach aktuellen Erkenntnissen profitieren vor allem Wildbienen und Schwebfliegen von diesem Angebot im Steingarten. Die extrem leichten Samen dienen nach der Reife als feine Nahrung für kleine Vögel und werden durch den Wind weiträumig verteilt. Als Mittelzehrer zeigt sie ein gesundes Bodenmaß an und bereichert die Biodiversität (Vielfalt der Lebensformen) auf kargen Standorten. Sie ist ein wichtiger Baustein für die Vernetzung alpiner Lebensräume im Siedlungsraum.
Bitte beachte, dass die Alpen-Margerite als nicht kindersicher eingestuft wird. Auch wenn sie keine schweren Vergiftungen hervorruft, sollten kleine Kinder und Haustiere davon abgehalten werden, Teile der Pflanze zu verzehren. In einem klassischen Steingarten außer Reichweite ist sie jedoch völlig unbedenklich.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Sauer (Säurezeiger)
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.053 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz, da die Pflanze maximale Lichtintensität benötigt (Ellenberg-Lichtwert 9).
Boden: Die Erde sollte unbedingt sauer sein (Reaktionswert 3); vermeide kalkhaltiges Substrat.
Nährstoffe: Ein normaler Gartenboden (Mittelzehrer) ist ideal, eine zu starke Düngung verträgt sie nicht.
Feuchtigkeit: Halte den Boden gleichmäßig frisch (mäßig feucht), vermeide aber unbedingt Staunässe durch gute Drainage (Wasserabfluss).
Pflanzzeit: Setze die Pflanze am besten im Frühjahr von März bis Mai in den Boden.
Wuchshöhe: Mit genau 0,05 m Höhe gehört sie in den vordersten Bereich eines Beetes oder in einen Steingarten.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich, lass die Pflanze nach der Blüte für die Selbstaussaat einfach stehen.
Vermehrung: Die extrem leichten Samen (0,37 mg) verbreiten sich bei Wind von selbst im Garten.
Gute Partnerin: Die Bärtige Glockenblume (Campanula barbata) – sie teilt die Vorliebe für saure Böden und ergänzt das alpine Flair.
Die Alpen-Margerite gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist in den Gebirgsregionen von Deutschland und der Schweiz heimisch. Ihr natürlicher Lebensraum sind alpine Lagen auf sauren Böden, wo sie oft in lückiger Vegetation zwischen Steinen vorkommt. Morphologisch zeichnet sie sich als krautige Pflanze (nicht verholzend) durch ihre bodennahe Rosette und die für ihre Größe relativ breiten Blätter aus. Mit einer Wuchshöhe von nur 0,05 m entgeht sie geschickt den austrocknenden Winden ihrer Heimat.
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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