Bild folgtKI-generierte IllustrationLilium bulbiferum
Auch bekannt als: Lilium croceum
Mit ihren leuchtend orangefarbenen, aufrechten Kelchblüten fällt die Feuer-Lilie (Lilium bulbiferum) sofort auf. In der Natur ist sie selten geworden und wird auf der Roten Liste als gefährdet (Kategorie 3) geführt, weshalb sie im Garten eine wichtige Schutzfunktion übernimmt. Als heimische Art ist sie perfekt an unser Klima angepasst und bietet im Juli eine wertvolle Nahrungsquelle für die Tierwelt. Wer diese botanische Kostbarkeit ansiedelt, leistet einen echten Beitrag zum Erhalt der regionalen Artenvielfalt. Wenn du ihr einen sonnigen Platz mit kalkhaltigem Boden anbietest, wird sie dich jedes Jahr mit ihrer prachtvollen Farbe belohnen.
Feuriges Orange für den Naturgarten: Schütze eine gefährdete heimische Schönheit.
Als gefährdete Art der Roten Liste (Stufe 3) ist die Feuer-Lilie im Garten ein wichtiger Baustein für den regionalen Artenschutz. Ihre großen Blüten stellen im Juli ein bedeutendes Angebot an Pollen bereit. Mit einem Diasporengewicht von 7.4 mg (Gewicht der Ausbreitungseinheiten) setzt die Pflanze auf Kurzdistanz-Ausbreitung, was bedeutet, dass sie im Garten oft über Jahre am selben Standort verbleibt und dort stabile Bestände bildet. Da sie eine heimische (indigene) Art ist, ist sie tief in das lokale Ökosystem eingebunden. Die Pflanze bietet zudem Struktur für bodennah lebende Insekten. Mit der Pflanzung förderst du eine seltene Schönheit, die in der freien Landschaft immer weniger Platz findet.
Die Feuer-Lilie wird als nicht kindersicher eingestuft. Alle Pflanzenteile, insbesondere die Zwiebeln, können bei Verzehr zu Unwohlsein führen. Besonders wichtig für Tierhalter: Für Katzen sind Lilien hochgradig giftig. Bei versehentlicher Aufnahme durch Kinder sollte zur Sicherheit der Giftnotruf unter 0228 19 240 kontaktiert werden.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jul – Jul
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.71 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Standort (Lichtwert 7), damit die Pflanze kräftige Blüten ausbildet.
Der Boden sollte frisch, also gleichmäßig mäßig feucht sein (Feuchtewert 5), Staunässe ist jedoch zu vermeiden.
Achte auf einen kalkhaltigen oder basischen Boden (Reaktionswert 8); bei sauren Böden hilft die Gabe von etwas Gartenkalk.
Als Mittelzehrer (Nährstoffwert 4) benötigt sie einen normalen Gartenboden ohne übermäßige Düngung.
Die Pflanzung der Zwiebeln erfolgt im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst vor dem ersten Frost.
Die Zwiebeln werden etwa 10–15 cm tief gesetzt, um sie vor Frost und Austrocknung zu schützen.
Vermehren kannst du sie einfach über die kleinen Brutknöllchen, die sich an den Blättern bilden.
Gute Partnerin: Die Berg-Aster (Aster amellus) – sie liebt ebenfalls sonnige, kalkreiche Standorte und blüht zeitlich versetzt, was die Attraktivität des Beetes verlängert.
Die Feuer-Lilie gehört zur Familie der Liliengewächse (Liliaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch. Ihr natürlicher Lebensraum umfasst Bergwiesen und Waldränder, oft auf kalkhaltigem Untergrund. Morphologisch ist sie durch ihren straffen, unverholzten Wuchs und die namensgebenden Brutknöllchen in den Blattachseln der breitblättrigen Laubblätter gekennzeichnet. Mit einer stabilen Wuchshöhe von genau 0.71 m gehört sie zu den markanten Sommerblühern. Als ausdauernde Zwiebelpflanze überdauert sie ungünstige Witterungsphasen geschützt im Boden.
2 Videos zu Feuer-Lilie
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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