Bild folgtKI-generierte IllustrationLinaria bipartita
Auch bekannt als: Linaria bipartita
Gebietsfremde Art (Neophyt)
Diese Pflanze ist in Mitteleuropa nicht heimisch. Sie wurde nach 1492 eingeführt und hat sich in der freien Landschaft etabliert. Dokumentierte Interaktionen mit heimischer Fauna sind unten aufgeführt — sie ersetzen jedoch nicht den ökologischen Wert heimischer Pflanzen.
An ihren zweilippigen Blüten mit dem auffällig langen, spitzen Sporn lässt sich das Zweigeteilte Leinkraut (Linaria bipartita) sofort erkennen. Diese einjährige Pflanze bringt im Hochsommer kräftige Farben in dein Beet und schließt schnell kleine Lücken in der Pflanzung. Da sie ihre Blüten nur für kräftige Insekten öffnet, die in der Lage sind, die Unterlippe herabzudrücken, ist sie eine interessante Beobachtungsstation für den Garten. Du kannst sie unkompliziert aussäen und so für natürliche Dynamik sorgen. Schau doch mal genau hin, welche Gäste die Kraft aufbringen, an den verborgenen Nektar zu gelangen.
Farbenfrohe Kraftblume: Einjähriger Sommergast für sonnige Plätze im Juli.
Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist das Zweigeteilte Leinkraut eine wertvolle Nektarquelle für Insekten mit langem Rüssel. Der komplexe Blütenbau schützt den Nektar vor kleineren Räubern, sodass er spezialisierten Besuchern vorbehalten bleibt. Da für diese spezifische Art keine Detaildaten zu heimischen Einzelspezies vorliegen, dient sie im Garten als allgemeine Futterpflanze für polylektische Insekten (Arten, die nicht auf eine Pflanzenfamilie spezialisiert sind). Die verblühten Samenstände können im Herbst kleineren Tieren im Garten als Versteck dienen. Durch die Selbstaussaat entstehen jedes Jahr neue, wandernde Strukturen im Gartenraum.
Das Zweigeteilte Leinkraut wird als nicht kindersicher eingestuft. Bitte achte darauf, die Pflanze außerhalb der direkten Reichweite von Kleinkindern zu kultivieren. Im Falle einer versehentlichen Aufnahme von Pflanzenteilen kontaktiere bitte umgehend den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
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Feuchtigkeit
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Boden
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Blütezeit
Jul – Jul
Nutze den April für die Direktsaat im Freiland oder setze vorgezogene Jungpflanzen ab Mai ins Beet.
Wähle einen vollsonnigen Platz, damit die Stängel stabil bleiben und die Blüte kräftig ausfällt.
Der Boden sollte gut durchlässig sein; vermeide schwere, nasse Erde, um Wurzelfäule zu verhindern.
Während der Keimung gleichmäßig feucht halten, danach ist die Pflanze recht trockenheitsverträglich.
Ein Rückschnitt der verwelkten Blütenstände im Juli kann die Vitalität der Pflanze fördern.
Lasse einige Triebe stehen, damit sich die Art durch Selbstaussaat für das nächste Jahr erhalten kann.
Achte auf den Pflanzabstand von etwa 20 Zentimetern, damit die einzelnen Pflanzen genügend Licht erhalten.
Gute Partnerin: Die Rundblättrige Glockenblume (Campanula rotundifolia) — sie teilt die Vorliebe für sonnige, eher trockene Standorte und ergänzt das Leinkraut ökologisch perfekt.
Das Zweigeteilte Leinkraut gehört zur Familie der Wegerichgewächse (Plantaginaceae) und stammt ursprünglich aus dem westlichen Mittelmeerraum. In Deutschland, Österreich und der Schweiz wird es vorwiegend als Zierpflanze in Gärten kultiviert, wo es durch seine traubigen Blütenstände auffällt. Typisch für die Morphologie sind die schmalen, fast nadelartigen Blätter und die spezialisierten Maskenblüten. Die Pflanze bevorzugt warme, sonnige Standorte, die ihren natürlichen Vorkommen auf trockenen Freiflächen entsprechen.
1 Video zu Linaria bipartita
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →