Bild folgtKI-generierte IllustrationLinaria incarnata
Auch bekannt als: Linaria incarnata
Gebietsfremde Art (Neophyt)
Diese Pflanze ist in Mitteleuropa nicht heimisch. Sie wurde nach 1492 eingeführt und hat sich in der freien Landschaft etabliert. Dokumentierte Interaktionen mit heimischer Fauna sind unten aufgeführt — sie ersetzen jedoch nicht den ökologischen Wert heimischer Pflanzen.
Schon von weitem fällt das Fleischfarbene Leinkraut (Linaria incarnata) durch seine filigranen, meist violett bis rosa gefärbten Blüten auf, die mit ihrem gelben Schlundfleck und dem langen Sporn an kleine Löwenmäulchen erinnern. Da es zuverlässig von Juli bis in den Oktober hinein blüht, ist es eine wertvolle Bereicherung für deinen Garten, um die blütenarme Zeit im Spätsommer zu überbrücken. In dieser Phase bietet es eine wichtige Ressource für die Biodiversität vor deiner Haustür. Die aufrechten Stängel und das zarte Laub fügen sich harmonisch in naturnahe Beete ein. Wenn du einen sonnigen Standort hast, kannst du mit dieser Art ganz einfach etwas für die Artenvielfalt tun.
Farbenfroher Dauerblüher: Verlässliche Blütenpracht von Juli bis Oktober.
Die ökologische Bedeutung dieser Art begründet sich vor allem durch ihre ausgedehnte Blütezeit von Juli bis Oktober. In einem Zeitraum, in dem viele heimische Wildpflanzen bereits die Samenreife abgeschlossen haben, stellt das Fleischfarbene Leinkraut eine kontinuierliche Ressource dar. Da keine spezifischen Bestäuberdaten in der Datenbank vorliegen, ist die allgemeine Funktion als Spätblüher hervorzuheben, die das Nahrungsangebot im Garten stabilisiert. Durch das Belassen der vertrockneten Stängel über den Winter leistest du einen zusätzlichen Beitrag zum Artenschutz, da diese als Rückzugsort für verschiedene Organismen dienen können.
Das Fleischfarbene Leinkraut wird als nicht kindersicher eingestuft. Achte bei der Standortwahl darauf, dass die Pflanze außerhalb der direkten Reichweite von spielenden Kleinkindern steht, um einen versehentlichen Verzehr zu verhindern. Im Notfall ist der Giftnotruf unter der Telefonnummer 0228 19 240 erreichbar.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jul – Okt
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz mit mindestens sechs Stunden direktem Sonnenlicht täglich.
Boden: Der Untergrund sollte durchlässig und eher nährstoffarm sein; bei schwerem Boden empfiehlt sich eine Drainage (Schicht aus Kies oder Sand zur Vermeidung von Staunässe).
Pflanzzeit Frühjahr: Setze die Pflanzen zwischen März und Mai in die Erde.
Pflanzzeit Herbst: Eine Pflanzung ist auch von September bis November möglich, solange der Boden noch offen (frostfrei) ist.
Pflanzabstand: Halte etwa 20 Zentimeter Abstand zu Nachbarpflanzen ein.
Pflege: Ein Rückschnitt verblühter Triebe kann die Nachblüte fördern und die Vitalität stärken.
Vermehrung: Die Art erhält sich an passenden Standorten oft durch Selbstaussaat.
Gute Partnerin: Die Gewöhnliche Wegwarte (Cichorium intybus) – beide teilen die Vorliebe für sonnige, eher magere Standorte und ergänzen sich optisch hervorragend.
Das Fleischfarbene Leinkraut gehört zur Familie der Wegerichgewächse (Plantaginaceae) und zur Gattung Linaria. Ursprünglich ist es im westlichen Mittelmeerraum beheimatet, gedeiht aber in unseren Breitengraden hervorragend auf Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) und in sonnigen Beeten. Es zeichnet sich durch einen schlanken, aufrechten Wuchs und schmale, fast nadelartige Blätter aus. Die Blütenmorphologie (Gestalt der Blüte) ist hochspezialisiert und typisch für viele Vertreter dieser Pflanzenfamilie. In der Region Deutschland, Österreich und Schweiz wird es vor allem als wertvoller Sommerblüher in ökologisch orientierten Gärten geschätzt.
1 Video zu Linaria incarnata
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →