Bild folgtKI-generierte IllustrationVicia lens
Auch bekannt als: Küchenlinse, Speiselinse, Tellerlinse, Küchen-Linse
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Du erkennst die Linse (Vicia lens) an ihren zarten, gefiederten Blättern, die in einer feinen Ranke enden, und den kleinen, weißlich-blauen Schmetterlingsblüten. In deinem Naturgarten ist sie weit mehr als nur eine Nutzpflanze, da sie als wertvolle Futterquelle für spezialisierte Tierarten dient. Besonders der seltene Feldhamster (Cricetus cricetus) profitiert von den nahrhaften Samen, die er für seinen Wintervorrat sammelt. Als Stickstoffsammlerin verbessert sie zudem ganz nebenbei die Fruchtbarkeit deines Bodens. Wenn du eine geschichtsträchtige Pflanze suchst, die ökologischen Nutzen mit praktischer Ernte verbindet, ist die Linse die ideale Wahl für deine sonnigen Beete.
Alte Nutzpflanze mit Herz für den Hamster: Eiweißreich und bodenverbessernd.
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Mit ihrer Blütezeit von Juni bis September schließt die Linse eine wichtige Lücke im sommerlichen Nahrungsangebot. Nach aktuellen Bestäubungsdaten werden die Blüten von verschiedenen Wildbienen und Insekten angeflogen, die den Nektar der Schmetterlingsblütler schätzen. Eine ganz besondere Beziehung pflegt sie zum Feldhamster (Cricetus cricetus), für den die eiweißreichen Linsen eine überlebenswichtige Nahrungsgrundlage darstellen. Da die Pflanze den Boden mit Stickstoff anreichert, fördert sie indirekt die gesamte Flora und damit die Vielfalt im Garten-Ökosystem. Auch nach der Ernte bieten die Pflanzenreste am Boden Schutz für kleine Wirbellose.
Die Linse wird in Datenbanken als nicht kindersicher eingestuft, da die rohen Samen unverdauliche Stoffe enthalten, die erst durch Kochen neutralisiert werden. Achte darauf, dass Kinder die unreifen Hülsen nicht direkt im Garten verzehren. Im Falle einer versehentlichen Aufnahme größerer Mengen kontaktiere bitte zur Sicherheit den Giftnotruf unter 0228 19 240. Für Haustiere sind rohe Linsen ebenfalls ungeeignet.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jun – Sep
Bioregion
Continental
Pflanzzeit Frühling: Säe die Samen zwischen März und Mai direkt ins Freiland aus, sobald der Boden sich leicht erwärmt hat.
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz, da die Linse für die Reife viel Wärme und Licht benötigt.
Bodenbeschaffenheit: Die Pflanze bevorzugt durchlässige, eher magere und kalkhaltige Untergründe; vermeide schwere Lehmböden.
Bodenvorbereitung: Sorge für eine gute Drainage (Wasserabfluss), indem du bei festen Böden etwas Sand einarbeitest.
Pflanzabstand: Halte etwa 10 bis 15 cm Abstand zwischen den Pflanzen, damit die Luft gut zirkulieren kann.
Stützhilfe: Stecke kleine Reisigzweige als Kletterhilfe in die Erde, da die dünnen Halme sonst leicht umknicken.
Wasserbedarf: Halte die Erde während der Keimung feucht, danach ist die Linse sehr trockenheitsresistent.
Pflege: Nach der Ernte solltest du die Wurzeln im Boden lassen, damit der gebundene Stickstoff für Folgekulturen erhalten bleibt.
Gute Partnerin: Die Echte Kamille (Matricaria chamomilla) – sie hat ähnliche Standortansprüche und fördert durch ihre Wurzelausscheidungen die Vitalität der Linse.
Die Linse (Vicia lens) gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae) und ist in Deutschland sowie Österreich als alte Kulturpflanze etabliert. Ursprünglich stammt sie aus dem Mittelmeerraum, findet aber in unseren Breiten auf trockenen, kalkhaltigen Böden ideale Bedingungen. Botanisch zeichnet sie sich als einjährige, krautige Pflanze aus, die eine Symbiose mit Knöllchenbakterien eingeht, um Luftstickstoff zu binden. Ihre Schmetterlingsblüten und die charakteristischen, flachen Hülsenfrüchte, die meist ein bis zwei Samen enthalten, machen sie unverwechselbar.
3 Videos zu Linse



•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →