Bild folgtKI-generierte IllustrationLinum alpinum
Typisch für den Alpen-Lein (Linum alpinum) sind seine himmelblauen, schalenförmigen Blüten, die an grazilen Stielen über den Blättern schweben. Als seltener Spezialist ist diese heimische Art eine wertvolle Bereicherung für jeden Steingarten oder Kalktrockenrasen (sonnige, nährstoffarme Wiesen auf Kalkboden). Da die Pflanze auf der Roten Liste mit dem Status R geführt wird, leistest du mit ihrer Ansiedlung einen echten Beitrag zum Artenschutz in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Sie zeigt dir genau an, ob dein Boden die richtige Balance aus Kalkgehalt und Nährstoffarmut besitzt. Wenn du einen sonnigen Platz mit kargem Boden hast, ist dieser blaue Schatz genau richtig für dich.
Himmelblaue Rarität: Ein geschütztes Juwel der Alpen für deinen Steingarten.
Nach aktuellen floristischen Daten ist der Alpen-Lein als extrem seltene Art (Rote Liste R) eingestuft, was ihn ökologisch besonders wertvoll macht. In deinem Garten bietet er eine Nektarquelle während der Sommermonate von Juni bis August für spezialisierte Bestäuber alpiner Lagen. Da er bevorzugt auf Schwachzehrer-Standorten (nährstoffarmen Böden) wächst, fördert er eine Pflanzengesellschaft, die in der modernen Agrarlandschaft kaum noch Platz findet. Er dient damit als wichtiger Baustein für die Vernetzung von Lebensräumen trockener Kalkstandorte. Auch wenn spezifische Insektenbeziehungen in der Datenbank nicht gelistet sind, ist der Erhalt solcher Raritäten essenziell für die heimische Biodiversität.
Der Alpen-Lein wird als nicht kindersicher eingestuft. Daher solltest du bei der Standortwahl darauf achten, dass die Pflanze nicht in direkter Reichweite von Kleinkindern steht, um ein versehentliches Verschlucken von Pflanzenteilen zu vermeiden. Ein verantwortungsbewusster Umgang im Familiengarten ist ratsam.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jun – Aug
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.218 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Licht 9: Wähle unbedingt einen vollsonnigen Platz; die Pflanze benötigt maximale Helligkeit für ihre Entwicklung.
Feuchte 4: Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein, wobei Staunässe durch eine gute Drainage unbedingt zu vermeiden ist.
Nährstoffe 2: Setze den Alpen-Lein in einen mageren (nährstoffarmen) Boden; eine Düngung ist nicht erforderlich und schadet der Standfestigkeit.
Reaktion 8: Achte auf einen kalkhaltigen oder basischen Boden mit hohem pH-Wert.
Pflanzzeit: Setze die Pflanze im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), solange der Boden frostfrei ist.
Wuchshöhe: Plane im Beet mit einer Höhe von genau 0,22 m, ideal für den vorderen Bereich einer Pflanzung.
Pflege: Da die Art selten ist, solltest du die Samenreife abwarten, um eine Selbstaussaat im Garten zu ermöglichen.
Gute Partnerin: Das Kalk-Blaugras (Sesleria caerulea) ist eine ideale Nachbarin, da es die gleichen Ansprüche an Bodenkalk und Lichtintensität stellt.
Der Alpen-Lein gehört zur Familie der Leingewächse (Linaceae) und ist eine indigen (einheimisch) vorkommende Art der Gebirgsregionen. Sein natürlicher Lebensraum sind Kalkmagerrasen (artenreiche, trockene Wiesen auf kalkhaltigem Untergrund) und felsige Standorte. Er wächst als nicht verholzte, krautige Pflanze und erreicht eine Wuchshöhe von exakt 0,22 m. Botanisch zeichnet er sich durch seine breitblättrigen Laubblätter aus, was ihn von einigen verwandten Arten unterscheidet. Als Archäophyt oder indigen gilt er in unseren Breiten als fester Bestandteil der alpinen Flora.
1 Video zu Alpen-Lein
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →