Bild folgtKI-generierte IllustrationLinum austriacum
Auch bekannt als: Österreich-Lein
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Wer den Österreichischen Lein (Linum austriacum) einmal gesehen hat, vergisst ihn nicht: Seine zarten, himmelblauen Blüten schweben wie kleine Wolken über dem feinen Blattwerk. Da er von Mai bis Juli unermüdlich neue Knospen öffnet, ist er eine wichtige Tankstelle für die Insektenwelt in Deinem Garten. Besonders in trockenen Sommern erweist er sich als äußerst widerstandsfähig und pflegeleicht. Er bereichert Deinen Garten vor allem dort, wo andere Pflanzen aufgrund von Wassermangel aufgeben. Mit dieser Wahl förderst Du gezielt die Vielfalt auf mageren Standorten. Du wirst schnell merken, wie viel Leben dieses Blau in Deine Beete bringt.
Himmelblaues Blütenwunder: Robust, trockenheitsliebend und pflegeleicht.
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Nach aktuellen Beobachtungen zur Blütenökologie ist der Österreichische Lein eine wertvolle Nektarquelle während der frühen Sommermonate. Da er von Mai bis Juli blüht, schließt er Versorgungslücken für viele Blütenbesucher. Bestäuber wie verschiedene Wildbienen und Tagfalter schätzen das leicht zugängliche Angebot der offenen Schalenblüten. Auch wenn keine spezifischen Beziehungen zu seltenen spezialisierten Arten in der Datenbank vorliegen, ist seine Funktion als allgemeiner Nahrungsspender auf trockenen Standorten unbestritten. Die nach der Blüte reifenden Kapseln bieten zudem eine Struktur, die das winterliche Gartenbild bereichert.
Achtung, die Pflanze ist nicht als kindersicher eingestuft. Alle Pflanzenteile, insbesondere die Samen, enthalten Stoffe, die bei Verzehr Blausäure freisetzen können und daher als schwach giftig gelten. Achte darauf, wenn kleine Kinder oder neugierige Haustiere Deinen Garten nutzen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Mai – Jul
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.31 m
Standort: Wähle einen Platz in voller Sonne; Halbschatten wird kaum vertragen.
Boden: Die Pflanze ist ein Schwachzehrer (Pflanze mit geringem Nährstoffbedarf) und benötigt mageren, gut durchlässigen Boden.
Feuchtigkeit: Ideal ist ein trockener Untergrund; Staunässe muss unbedingt vermieden werden.
Pflanzzeit: Setze den Lein zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis November, sofern kein Frost herrscht.
Pflege: Dünger ist nicht notwendig und schadet eher der Standfestigkeit.
Vermehrung: Er versamt sich an geeigneten Stellen gerne selbst, was im Naturgarten erwünscht ist.
Rückschnitt: Nach der ersten Blüte im Juli kannst Du ihn leicht zurückschneiden, um einen zweiten Flor zu fördern.
Winter: Die Pflanze ist winterhart, sollte aber im Winter vor zu viel Nässe geschützt stehen.
Kombination: Gute Partnerin ist die Karthäuser-Nelke (Dianthus carthusianorum) – beide teilen die Vorliebe für trockene Standorte und ergänzen sich farblich wunderbar.
Der Österreichische Lein gehört zur Familie der Leingewächse (Linaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch. Er besiedelt bevorzugt Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) und sonnige Böschungen. Die Pflanze wächst ausdauernd und krautig, wobei sie eine markante Pfahlwurzel ausbildet, um tiefe Wasservorräte zu erreichen. Obwohl er in der Region als etabliert gilt, wird er in manchen Verzeichnissen als Neophyt (Pflanze, die nach 1492 eingewandert ist) geführt. Seine fünfzähligen Blüten sind ein klassisches Merkmal der Gattung Linum.
1 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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