Bild folgtKI-generierte IllustrationLinum dolomiticum
Auch bekannt als: Piliser Lein
Auffällig sind die leuchtend gelben Blüten des Dolomiten-Leins (Linum dolomiticum), die sich wie kleine, helle Schalen über das feine Laub erheben. Dieser seltene Spezialist ist perfekt für extrem sonnige Standorte geeignet, an denen die meisten anderen Pflanzen bereits aufgeben. Er besetzt ökologische Nischen auf kalkreichen Böden und bereichert so die Vielfalt in Steingärten oder auf Trockenmauern. Da er spezifische Anforderungen an seinen Lebensraum stellt, fördert er die charakteristische Flora und Fauna von Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen). Wenn du einen heißen, trockenen Gartenbereich hast, bietet dir dieser Lein eine wunderbare Möglichkeit, eine botanische Besonderheit zu pflegen.
Ein leuchtend gelber Spezialist für heiße Steingärten und kalkreiche Böden.
Der Dolomiten-Lein spielt nach aktuellen Erkenntnissen eine wichtige Rolle in der Vernetzung von Magerstandorten. Durch seine Bindung an Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) bietet er spezialisierten Insekten Nahrung in Habitaten, die aufgrund von Nährstoffarmut oft nur wenige Blüten aufweisen. Er trägt zur Stabilisierung dieser empfindlichen Ökosysteme bei, besonders in Zeiten extremer Hitze und Trockenheit, in denen er seine Vitalität behält. Die Samenstände können im Herbst und Winter als punktuelle Nahrungsquelle für kleine Vögel dienen, die in offenen Landschaften nach Energie suchen.
Der Dolomiten-Lein (Linum dolomiticum) ist als nicht kindersicher eingestuft. Es ist darauf zu achten, dass keine Pflanzenteile von Kindern oder Haustieren verzehrt werden. Bei Verdacht auf eine Vergiftung kontaktiere bitte umgehend den Giftnotruf unter der Nummer 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
—
Blütezeit
—
Bioregion
Continental
Wähle einen vollsonnigen Platz (Lichtzahl 9), der mindestens sechs bis acht Stunden direkte Sonne bietet.
Der Boden muss extrem durchlässig und trocken sein (Feuchtezahl 1); Staunässe führt schnell zum Absterben.
Achte auf einen sehr nährstoffarmen Untergrund (Schwachzehrer), da die Pflanze an karge Verhältnisse angepasst ist.
Der Standort sollte kalkhaltig oder basisch sein (Reaktionszahl 9), was du durch die Beigabe von Kalkschotter erreichen kannst.
Wähle einen warmen Platz im Garten (Temperaturzahl 8), idealerweise in einer vor Wind geschützten Südlage.
Pflanzzeit: Setze die Jungpflanzen im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November) in den Boden.
Halte den Bereich um die Pflanze frei von starkwüchsigen Arten, damit sie nicht überwachsen wird.
Gute Partnerin: Die Berg-Aster (Aster amellus) – sie teilt die Vorliebe für kalkreiche, trockene Standorte und ergänzt die gelbe Blüte durch ihre violetten Farbtöne.
Der Dolomiten-Lein (Linum dolomiticum) gehört zur Familie der Leingewächse (Linaceae) innerhalb der Ordnung der Malpighienartigen (Malpighiales). In der hiesigen Region ist er als seltener Bewohner von Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) bekannt, die sich durch kalkhaltigen Untergrund auszeichnen. Morphologisch besticht die Pflanze durch ihre schmalen Blätter und die typischen fünfzähligen Blüten, die an einem verholzenden Grund entspringen. Er ist ein ausgeprägter Licht- und Wärmezeiger, was seine Bindung an offene, südexponierte Standorte erklärt.
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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